1. Mose
Kapitel 22, Vers 15–24
ABRAHAM BESTEHT DIE PRÜFUNG
15Noch einmal rief der Engel des HERRN vom Himmel Abraham zu: 16»Ich, sagt der Herr, schwöre bei mir selbst: Weil du gehorsam warst und mir deinen einzigen Sohn als Opfer geben wolltest, 17werde ich dich überreich mit meinem Segen beschenken und dir so viele Nachkommen geben, wie es Sterne am Himmel und Sand am Meer gibt. Sie werden ihre Feinde besiegen und ihre Städte erobern. 18Alle Völker der Erde werden durch deine Nachkommen am Segen teilhaben. Das alles werde ich dir geben, weil du bereit warst, meinen Willen zu tun.« 19Danach verließen sie den Berg, holten die Knechte ab und machten sich auf den Weg zurück nach Beerscheba. Dort blieb Abraham wohnen. 20Bald darauf erreichte ihn die Nachricht, dass Milka, die Frau seines Bruders Nahor, acht Söhne geboren hatte: 21-23Uz, den ältesten, Bus, Kemuël – den Vater von Aram –, Kesed, Haso, Pildasch, Jidlaf und Betuël – den Vater von Rebekka. 24Rëuma, die Nebenfrau Nahors, hatte vier Söhne geboren: Tebach, Gaham, Tahasch und Maacha.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Gott gefiel Abrahams Gehorsam so sehr, dass er ihn "noch einmal" [15] hervorheben musste. "Weil du gehorsam warst", so heißt es, "werde ich dich überreich mit meinem Segen beschenken." [17] Dem Gehorsam folgt eine Belohnung. Oder wie ist das gemeint? Gott beeindrucken und dafür Anerkennung bei ihm finden? Wie geht das zusammen mit der unverdienten Gnade, die wir aus dem Neuen Testament von Jesus kennen? Nun, ich denke auf jeden Fall, dass sich unsere Gottesbeziehung mit Jesus grundsätzlich verändert hat. Durch Jesus haben wir schließlich Anteil an dem Segen, der Abraham und seinen Nachkommen versprochen wurde.
Dennoch glaube ich ebenso, dass wir den Lohn des Gehorsams oft unterschätzen. Wenn wir Gottes Geboten gehorchen, leben wir unser Leben so, wie es ursprünglich gemeint war. So, wie ein Hammer gemäß seiner Berufung auf einen Nagel haut, kann unser Leben gelingen, wenn wir es gemäß unserer Berufung leben. Ohne Zweifel könnte man versuchen, mit einem Hammer zu sägen, doch das wäre wohl nicht zielführend. Ähnlich ist es im Leben. Der Lohn des Gehorsams liegt oft im Gehorsam selbst. Oder anders gesagt: Der Lohn ist die natürliche Folge des Gehorsams. Abraham erlebte diesen Lohn. Dabei war er nicht fehlerlos, doch stets darauf ausgerichtet, den Willen des Herrn zu tun (vgl. V. 18).