1. Mose
Kapitel 17, Vers 9–14
DIE BESCHNEIDUNG
9Doch auch du, Abraham, musst dich bei unserem Bund zu etwas verpflichten, und deine Nachkommen sollen sich ebenfalls daran halten: 10-11Alle Männer unter euch sollen an der Vorhaut ihres Gliedes beschnitten werden – als Zeichen dafür, dass ich mit euch einen Bund geschlossen habe und dass ihr treu dazu steht. 12-13Bei allen männlichen Neugeborenen soll die Beschneidung am achten Tag durchgeführt werden. Das gilt auch für eure Sklaven, egal ob sie bei euch geboren wurden oder ob ihr sie aus dem Ausland gekauft habt. So tragt ihr an eurem Körper das Zeichen des Bundes, der niemals aufhören wird. 14Wer sich nicht beschneiden lassen will, der hat sein Leben verwirkt. Er darf nicht länger zum Volk gehören, denn er hat den Bund mit mir gebrochen.«
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Weitere Infos →Vielleicht ist dir bereits aufgefallen, dass Gottes Bünde und Versprechungen sehr häufig mit einer sichtbaren Symbolik einhergehen. Um nur mal drei Beispiele zu nennen: Noah > Regenbogen, Abrahams Nachkommen > Sternhimmel, Gottes Bund mit seinem Volk > Beschneidung.
Dieser Minuten-Impuls kann natürlich nicht den theologischen und zeitgeschichtlichen Kontext dieser Beschneidung erklären, doch wie ist das jetzt mit uns? Gott sagt, etwas einfach formuliert: "Alle, die beschnitten sind, gehören zu meinem Volk." (Vgl. V. 14) Wir gehören doch auch dazu, oder?
Ja, das tun wir! Doch das Neue Testament spricht nach Jesus von einer neuen Beschneidung. Von einer Beschneidung des Herzens (vgl. Philipper 3:2-3). Sozusagen ein inneres Zeichen, dass wir zu Gottes Volk gehören. Deshalb mussten auch später Heiden, die keinen jüdischen Background hatten und dennoch anfingen, an Jesus zu glauben, sich nicht mehr äußerlich beschneiden lassen.
Noch mal anders erklärt: Das Christentum war anfänglich eine jüdische Bewegung. Alle Jünger und auch Jesus waren äußerlich beschnitten. Doch mit Jesus konnte nun jeder Mensch ein Teil des Volkes Gottes werden. Griechen z. B. begannen, an Jesus zu glauben, mussten sich äußerlich jedoch nicht beschneiden. Dennoch gehörten sie (aus christlicher Sicht) zum Volk Gottes dazu. Das war revolutionär. Darum gabs auch einen großen Streit (vgl. Apg. 15:1 ff.). Unter anderem dadurch wurde auch das Christentum immer mehr zu einer eigenständigen Bewegung.