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Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Apostelgeschichte

Kapitel 11, Vers 1–​18

Petrus rechtfertigt die Taufe von Nichtjuden

1Bald darauf erfuhren die Apostel und die Gläubigen überall in Judäa, dass nun auch Nichtjuden Gottes Botschaft angenommen hatten. 2Als Petrus nach Jerusalem zurückkehrte, warfen ihm die Gemeindeglieder dort vor: 3»Du hast das Haus von Nichtjuden betreten und sogar mit ihnen gegessen!« 4Nun berichtete ihnen Petrus der Reihe nach, was geschehen war: 5»Während ich in der Stadt Joppe war, zeigte mir Gott während des Gebets eine Vision: Ich sah etwas wie ein großes Leinentuch. Es wurde an seinen vier Ecken zusammengehalten und so vom Himmel auf die Erde heruntergelassen. 6Als ich genau hinsah, entdeckte ich darin die unterschiedlichsten Arten von vierfüßigen und wilden Tieren, von Kriechtieren und Vögeln. 7Ich hörte eine Stimme, die mich aufforderte: ›Petrus, steh auf, schlachte diese Tiere und iss davon!‹ 8›Niemals, Herr‹, widersprach ich. ›Noch nie in meinem Leben habe ich etwas gegessen, was in Moses Gesetz als unrein bezeichnet wird und verboten ist.‹ 9Aber die Stimme vom Himmel sprach noch einmal: ›Wenn Gott etwas für rein erklärt hat, dann nenne du es nicht unrein.‹ 10Dreimal wiederholte sich dieser Vorgang. Dann wurde das Tuch mit den Tieren darin wieder in den Himmel gehoben. 11Genau in diesem Augenblick standen drei Männer vor dem Haus, in dem ich mich befand. Sie kamen aus Cäsarea und waren zu mir geschickt worden. 12Der Heilige Geist forderte mich auf, ich solle ohne Bedenken mit den Männern gehen, und diese sechs Brüder hier begleiteten mich. Bald trafen wir im Haus des Mannes ein, der die Boten geschickt hatte. 13Er erzählte, dass ihm in seinem Haus ein Engel erschienen war. Der hatte plötzlich vor ihm gestanden und befohlen: ›Schick Boten nach Joppe und lass Simon Petrus holen. 14Was er dir zu sagen hat, wird dir und allen, die zu dir gehören, Rettung bringen.‹ 15Ich war noch gar nicht lange bei ihnen und hatte gerade zu reden angefangen, da kam der Heilige Geist auf sie, genauso wie es bei uns am Pfingsttag gewesen war. 16In diesem Augenblick fiel mir ein, was uns der Herr einmal gesagt hatte: ›Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.‹ 17Gott schenkte diesen Nichtjuden dieselbe Gabe wie vorher uns, als wir begannen, an den Herrn Jesus Christus zu glauben. Wer bin ich, dass ich Gott daran hätte hindern können?« 18Diese Worte überzeugten sie. Sie lobten Gott und sagten: »Gott hat nun also auch den Nichtjuden den Weg zur Umkehr eröffnet, den einzigen Weg, der zum Leben führt.«

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Jesus Christus kam als Messias für das Volk Israel, das von Gott erwählte Volk. Jesus wurde als versprochener Retter und Erlöser für die Juden im Alten Testament immer wieder angekündigt. Bis Jesus schließlich tatsächlich auf diese Welt kam, im Volk Israel aufwuchs und, wie wir wissen, von seinem eigenen Volk Israel als Messias abgelehnt und sogar ans Kreuz genagelt wurde. Damit geschah ein "Plot-Twist".

Das Kapitel Römer 11 erläutert noch einmal genauer, dass die Juden zwar Gottes erwähltes Volk bleiben, sich der Heilsplan Gottes durch Jesus jedoch auf die ganze Welt, für jeden Menschen – egal, ob Jude oder nicht – ausgeweitet hat. Das klar vermittelte Ziel Gottes ist es seitdem, dass jeder Mensch durch den Glauben an Jesus erlöst und die Ewigkeit bei Gott verbringen wird.

Für uns heute bedeutet das, dass wir alle – egal, woher wir kommen – zu Kindern Gottes werden, sobald wir an Jesus als unseren persönlichen Herrn und Retter glauben. Wir bekommen eine neue Identität in Gottes Augen und gehören ebenfalls zu seinem Volk, auch wenn wir keine Juden sind.

Wenn du gern mehr zum Thema erfahren möchtest, dann legen wir dir ans Herz, in unserer Mediathek hier in der App nach folgendem Titel zu suchen: "Ansprechbar: Juden glauben nicht an Jesus, aber sind trotzdem das Volk Gottes?"