1. Samuel
Kapitel 1, Vers 21–28
Samuel soll Gott gehören
21Im nächsten Jahr zog Elkana wieder mit der ganzen Familie nach Silo. Er wollte ein besonderes Opfer darbringen, das er dem HERRN versprochen hatte. 22Nur Hanna blieb zu Hause. Sie sagte zu ihrem Mann: »Sobald der Junge nicht mehr gestillt werden muss, werde ich ihn mitnehmen zum Heiligtum des HERRN und ihn für immer dort lassen.« 23»Tu, was du für richtig hältst«, erwiderte Elkana. »Bleib ruhig zu Hause, bis der Junge etwas größer ist. Hoffen wir, dass der HERR dann auch einlöst, was er dir für unseren Sohn versprochen hat.« So blieb Hanna zu Hause und stillte ihren Sohn, bis er entwöhnt war. 24Als Samuel einige Jahre alt war, nahm seine Mutter ihn mit nach Silo. Obwohl er noch sehr jung war, wollte sie ihn nun im Heiligtum Gottes lassen. Als Opfergabe brachte sie drei Stiere mit, dazu einen Sack Mehl und einen Schlauch Wein. 25Nachdem Elkana und Hanna einen der Stiere geopfert hatten, brachten sie den Jungen zu Eli. 26»Herr, erinnerst du dich noch an mich?«, fragte Hanna. »Ich bin die Frau, die vor einigen Jahren hier stand und gebetet hat. 27Um diesen Jungen habe ich damals gefleht, und der HERR hat mein Gebet erhört. Er gab mir, worum ich bat. 28So will auch ich nun mein Versprechen halten: Ich gebe Samuel dem HERRN zurück. Sein ganzes Leben lang soll er Gott gehören.« Danach warfen sie sich nieder und beteten den HERRN an.
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Weitere Infos →Nun hatte Hanna das Wunder bekommen, das sie von Gott erbeten hatte: ihren Sohn Samuel. Wir erinnern uns: Hanna hatte bei ihrem Gebet Gott das Versprechen gegeben, das Leben ihres Jungen würde allein Gott gehören. Hanna wollte Samuel zum Priester Gottes werden lassen. Nun war Hanna treu und sie hielt nach der Erhörung ihrer Gebete auch ihr Versprechen ein: Sie brachte Samuel im Alter von ein paar Jahren zum Priester Eli in den Tempel, damit dieser ebenso Samuel zum Priester erziehen würde. Hanna wusste, dass Gott etwas Besonderes mit ihrem Sohn Samuel vorhaben musste, wenn er schon von seiner Seite aus das Versprechen an ihr wahr gemacht hatte.
Vielleicht können wir diese Geschichte symbolhaft auf unser Leben übertragen. Natürlich bist du nicht dazu herausgefordert, etwa dein Kind wegzugeben oder es für den Dienst an Gott ausbilden zu lassen! Doch ich fordere uns heute mal mit diesen Fragen: Vertrauen wir Gott die Dinge in unserem Leben an, für die wir vielleicht gebetet haben? Oder vergessen wir nach der Erhörung unserer Gebete schon wieder direkt, wer uns eigentlich damit beschenkt hat, nämlich Gott selbst?
Vielleicht ist es an der Zeit, diese Dinge (vielleicht deinen Job, vielleicht deinen Partner, vielleicht deine Wohnung, vielleicht auch deinen Kinderwunsch …) im übertragenen Sinne an Gott zurückzugeben mit einem ähnlichen Gebet wie dieses: "Gott, du kannst mit … in meinem Leben machen, was du möchtest. Ich vertraue dir. Amen."