1. Samuel
Kapitel 12, Vers 1–5
Samuels Abschiedsrede
1Noch einmal hielt Samuel eine Rede vor den versammelten Israeliten: »Seht, ich habe euren Wunsch erfüllt und einen König über euch eingesetzt. 2Er wird euch von jetzt an vorangehen und euch führen. Ich aber stehe hier als ein alter Mann mit grauen Haaren. Meine Söhne sind schon erwachsene Männer und leben mitten unter euch. Von meiner Jugend bis zum heutigen Tag bin ich euch vorangegangen. 3Jetzt stelle ich mich eurem Urteil. Vor Gott und seinem auserwählten König frage ich euch: Habe ich je von jemandem ein Rind oder einen Esel genommen? Habe ich irgendeinen von euch schlecht behandelt? Oder habe ich mir auch nur ein einziges Mal durch Bestechungsgelder den Blick trüben lassen und dann ein ungerechtes Urteil gesprochen? Wenn ja, dann will ich alles zurückerstatten.« 4Die Volksmenge antwortete: »Nein, niemals hast du uns betrogen oder unterdrückt. Du hast dich auch nie bestechen lassen.« 5Darauf sagte Samuel: »Der HERR und sein auserwählter König sind heute Zeugen dafür, dass ihr keinen Grund zur Anklage gegen mich gefunden habt.« »Ja, so ist es«, stimmte die Menge ihm zu.
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Weitere Infos →Samuel hatte als Priester für das Volk Israel einige Zeit gedient. Wir haben in den letzten Wochen hier in der App gelesen, wie stark Samuel von Gott in seinen Dienst berufen worden war. Samuel dankte nicht einfach ab und ließ "fünfe gerade sein". Nein, Samuel fragte beim Volk Israel nach, ob er in den Jahren seines Dienstes irgendwelche Dinge falsch gemacht hatte. Er stellte sich dem Urteil des Volkes, dem er bereits viele Jahre im Auftrag Gottes diente.
Vielleicht hast du auch schon mal in einer Gemeinde gedient. Vielleicht hast du selbst auch bereits mal deinen Dienst beendet, sei es eben in einer Kirche oder sonst wo in einem christlichen Kontext. Mich ermutigt diese Stelle in der Bibel dazu, mich ebenso der Kritik von den Menschen zu stellen, denen ich dabei gedient habe: Was habe ich falsch gemacht? Was hätte ich besser machen können? Wo braucht es Vergebung oder auch Wiedergutmachung? Ich kann für mich natürlich dabei abwägen, welche Kritik davon konstruktiv ist und ich für mich annehme.
Wenn wir in einem Dienst – egal, ob klein oder groß – für Gott stehen, dann tragen wir eine große Verantwortung für die Menschen, die uns dabei anvertraut wurden. Offenheit für Kritik von ihrer Seite gehört dazu.
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