1. Mose
Kapitel 8, Vers 15–22
WIEDER AUF FESTEN BODEN
15Da sagte Gott zu Noah: 16»Verlass mit deiner Frau, deinen Söhnen und Schwiegertöchtern die Arche! 17Lass alle Tiere frei, die bei dir sind: die Vögel und alle großen und kleinen Landtiere. Sie sollen sich vermehren und sich auf der Erde ausbreiten!« 18Also ging Noah mit seiner Familie aus dem Schiff, 19und auch die vielen verschiedenen Tiere kamen nach ihren Arten geordnet heraus. 20Dann baute Noah für den HERRN einen Altar und brachte von allen reinen Vögeln und den anderen reinen Tieren einige als Brandopfer dar. 21Der HERR wurde durch das wohlriechende Opfer gnädig gestimmt und sagte sich: »Nie mehr will ich wegen der Menschen die Erde verfluchen, obwohl sie von frühester Jugend an voller Bosheit sind. Nie wieder will ich alles Leben vernichten, wie ich es getan habe! 22Solange die Erde besteht, soll es immer Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht geben.«
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Weitere Infos →Die Flut war abgeebbt und das Land wieder trocken geworden. Nun wandte sich Gott direkt an Noah. Das Ausharren in der Arche ist vorbei: Hinaus mit euch! Sie hatten die schreckliche Todesflut überlebt und sollten nun die Erde neu bevölkern (Anspielung auf 1. Mose 1:28).
Mitten in dieser Szene fällt unser Blick besonders auf Noah. Seine erste Handlung nach der Flut war ganz auf Gott ausgerichtet. Ein Altar wurde errichtet, es wurde angebetet und Gott gefiel es. Doch dabei blieb es nicht. Der Text gibt Auskunft über das Innenleben Gottes. Im sechsten Kapitel war Gott niedergeschlagen über die Menschen und wollte sie vernichten. Nun liegt eine andere Situation vor: Gott merkte, während Noah ihn anbetete, dass er die Menschheit nie wieder vernichten möchte.
Trotz der realistischen Einschätzung, welche die menschliche Tendenz zum Bösen beschreibt, überwiegt schließlich eine hoffnungsvolle Botschaft. Gott wird die Menschheit nicht erneut zunichtemachen. Die Erde wird sich in ihrem uns bekannten Rhythmus von Tag und Nacht weiterdrehen.
Also schenkte Gott der Menschheit eine funktionierende Erde, trotz der menschlichen Tendenz zum Bösen und der Abwendung vom Schöpfer. Noahs Tat darf uns dazu ermutigen, Gott anzubeten sowie unseren Blick auf ihn zu richten – in voller Dankbarkeit für die Welt, die uns der Schöpfer ermöglicht hat.