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Impuls

Geduld lohnt sich

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

1. Mose

Kapitel 8, Vers 1–​14

GOTT DENKT AN NOAH

1Aber Gott hatte Noah und die Tiere in der Arche nicht vergessen. Er sorgte dafür, dass ein Wind aufkam, der das Wasser zurückgehen ließ. 2Die Quellen in der Tiefe versiegten, und die Schleusen des Himmels wurden verschlossen, so dass kein Regen mehr fiel. 3Nach den hundertfünfzig Tagen ging das Wasser allmählich zurück, 4und plötzlich – am 17. Tag des 7. Monats – saß das Schiff auf einem der Berge von Ararat fest. 5Bis zum 1. Tag des 10. Monats war das Wasser so weit gesunken, dass die Berggipfel sichtbar wurden. 6Nach weiteren vierzig Tagen öffnete Noah das Fenster, das er eingebaut hatte, 7und ließ einen Raben hinaus. Der flog so lange ein und aus, bis das Wasser abgeflossen war. 8Noah ließ eine Taube fliegen, um zu sehen, ob das Wasser versickert war. 9Aber die Taube fand keinen Platz zum Ausruhen, denn die Flut bedeckte noch das ganze Land. Darum kehrte sie zu Noah zurück. Er streckte seine Hand aus und holte sie wieder ins Schiff. 10Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ die Taube erneut hinaus. 11Sie kam gegen Abend zurück, mit dem frischen Blatt eines Ölbaums im Schnabel. Da wusste Noah, dass das Wasser fast versickert war. 12Eine Woche später ließ er die Taube zum dritten Mal fliegen, und diesmal kehrte sie nicht mehr zurück. 13Im 601. Lebensjahr Noahs, am 1. Tag des 1. Monats, war das Wasser abgeflossen. Noah entfernte das Dach vom Schiff und hielt Ausschau. Tatsächlich – das Wasser war verschwunden! 14Am 27. Tag des 2. Monats war der Erdboden wieder trocken.

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Noah, seine Familie und alle anderen Lebewesen in der Arche warteten. Sie warteten und warteten darauf, dass die große Flut endlich verschwinden würde und sie wieder sicheren Erdboden betreten durften. Der Neuanfang auf dieser Welt erschien greifbar nah. Und doch mussten sie sich noch gedulden. Man kann sich, glaube ich, nur schwer vorstellen, was für eine Geduldsprobe das für alle Beteiligten gewesen sein muss. Doch sie waren geduldig. Und Gott ließ sie nicht im Stich. Denn Gott hatte sie alles andere als vergessen! (Vgl. V. 1)

Zur richtigen Zeit verschwand die Flut und Gott ließ Noah dies durch die beschriebene Taube unmissverständlich wissen. Zum korrekten Zeitpunkt wusste Noah, dass er die Arche verlassen und diesen Neubeginn samt allen Mitreisenden starten durfte. Was für eine Freude und was für eine tiefe Hoffnung müssen aufgekommen sein, als allen im Boot klar wurde, dass sie die Reise tatsächlich überstanden hatten und zu den Überlebenden dieser Flut gehörten! Gott hatte sein Wort tatsächlich gehalten.

In all den Phasen, in denen wir auf Gott warten, erinnert mich diese Geschichte von Noah daran, dass sich geduldiges Warten auf Gott immer lohnt.