1. Mose
Kapitel 6, Vers 8–22
NOAH SOLL VERSCHONT WERDEN
8Nur Noah fand Gnade beim HERRN. 9Dies ist seine Geschichte: Noah war ein rechtschaffener Mensch – ganz im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen. Er ging seinen Weg mit Gott und hörte auf ihn. 10Noah hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11Die übrige Menschheit aber war vollkommen verdorben, die Erde erfüllt von Gewalt. 12Wohin Gott auch sah: Überall herrschte Unrecht, denn die Menschen waren alle vom rechten Weg abgekommen. 13Da sprach Gott zu Noah: »Ich habe beschlossen, alles Leben auf der Erde zu vernichten, denn wo man auch hinsieht, herrscht Grausamkeit. Darum werde ich alles auslöschen! 14-16Bau dir ein Schiff, die Arche! Mach es aus festem Holz und dichte es von innen und außen mit Pech ab! Drei Stockwerke soll es haben und jedes Stockwerk mehrere Räume. Es muss 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch sein. Setz ein Dach darauf, das einen halben Meter hoch ist, und bau an einer Schiffsseite eine Tür ein! 17Denn mein Plan steht fest: Mit einer großen Flut werde ich die ganze Erde überschwemmen, so dass Mensch und Tier darin umkommen. Kein Lebewesen soll verschont bleiben. 18Aber mit dir will ich einen Bund schließen: Geh mit deiner Frau, deinen Söhnen und Schwiegertöchtern in die Arche! 19Nimm von allen Tieren jeweils zwei mit hinein, ein Männchen und ein Weibchen, damit keine Tierart ausstirbt. 20Von jeder Art der Vögel, des Viehs und aller anderen Landtiere soll ein Paar mit ins Schiff kommen, damit sie alle erhalten bleiben. 21Leg genug Vorräte an, dass es für euch und die Tiere ausreicht!« 22Noah führte alles genau so aus, wie Gott es ihm aufgetragen hatte.
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Weitere Infos →Es heißt, dass Noah "ein rechtschaffener Mensch" [9] in einer absolut verdorbenen Welt gewesen war. Unrecht, Unheil und Gottlosigkeit standen auf der Tagesordnung. Wie muss sich Noah gefühlt haben? Was motivierte ihn, an Gott dranzubleiben? Sicherlich machte der Gehorsam gegenüber Gott sein Leben nicht einfacher. Vielmehr schwieriger. Und dennoch blieb er an Gott dran.
Das löst etwas in mir aus. Auch ich möchte jemand sein, der in Gottes Augen auffällt. Nicht weil er versucht, alles richtigzumachen, sondern weil er es mit der Sache Gottes ernst meint. Gott liebt scheinbar diese Aufrichtigkeit! So kommt es auch, dass er Noah berief, die Arche zu bauen.
Leider reicht der Minuten-Impuls nicht aus, um all meine Fragen an den Text (die gesamte Menschheit vernichten?!) zu thematisieren. Gleichzeitig möchte ich sie auch nicht kleinreden. In einer humanistisch geprägten Kultur (der "gute" Mensch steht im Mittelpunkt) ist die Geschichte um Noah ohne Zweifel eine Klatsche ins Gesicht.
Dennoch ändern meine Schwierigkeiten mit dem Text nichts daran, dass es sich hier um Gottes Wort handelt. Ich möchte ihn lesen und an mir arbeiten lassen. Im Moment bewirkt er in mir die Sehnsucht, ein gottgefälliges Leben zu führen, das Gott ehrt. Nicht aus Angst, sondern aus Ehrfurcht.
Das tat auch Noah. Er baute die Arche nach Gottes Anweisungen.