Hebräer
Kapitel 6, Vers 1–12
DIE GRUNDLAGEN DES GLAUBENS
1Darum wollen wir jetzt aufhören, euch immer wieder in den einfachsten Grundlagen eures Glaubens an Christus zu unterweisen. Wir möchten vielmehr darüber sprechen, was Christen wissen müssen, die in ihrem Glauben erwachsen sind. Es geht jetzt also nicht mehr darum, das alte Leben hinter sich zu lassen, das letztlich zum Tod führt; auch nicht darum, wie notwendig es ist, zu Gott umzukehren und ihm zu vertrauen. 2Ebenso wenig wollen wir euch lehren über die Taufe im Unterschied zu den jüdischen Waschungen, die Handauflegung, die Auferstehung der Toten und über Gottes Letztes Gericht. 3Wenn Gott es will, dann wollen wir lieber Schritte nach vorn tun. 4Doch dies eine möchte ich euch jetzt noch sagen: Für alle, die Gott schon mit seinem hellen Licht erleuchtet hat, die an sich selbst erfahren haben, wie herrlich Gottes himmlische Gaben sind, und denen der Heilige Geist geschenkt wurde, 5die Gottes gute Botschaft aufnahmen und etwas von der Kraft der ewigen Welt kennen gelernt haben – 6für all diese Menschen ist es unmöglich, wieder zu Gott zurückzukehren, wenn sie sich bewusst von ihm abgewendet haben und ihm untreu geworden sind. Ihre Untreue würde nichts anderes bedeuten, als dass sie den Sohn Gottes noch einmal ans Kreuz schlagen und ihn dem Spott seiner Feinde ausliefern. 7Ein Mensch, der Gott treu bleibt, der wird von ihm gesegnet. Er ist wie ein guter Acker: Dieser nimmt den Regen auf, der immer wieder über ihm niedergeht, und lässt nützliche Pflanzen wachsen. Schließlich bringt er eine gute Ernte. 8Wer aber einem schlechten Acker gleicht, dem droht Gottes Fluch. Auf ihm wachsen nichts als Dornen und Disteln, und am Ende wird er abgebrannt. 9Das mussten wir euch, liebe Freunde, ganz offen und unmissverständlich sagen. Trotzdem sind wir überzeugt, dass ihr gerettet werdet und das Ziel erreicht. 10Denn Gott ist nicht ungerecht. Er vergisst nicht, was ihr getan habt und wie ihr aus Liebe zu ihm anderen Christen geholfen habt und immer noch helft. 11Wir haben nur einen Wunsch: Jeder von euch soll mit diesem Eifer an der Hoffnung festhalten, dass sich einmal alles erfüllt, was Gott versprochen hat. Ja, haltet daran fest, bis ihr das Ziel erreicht! 12Werdet in eurem Glauben nicht träge und gleichgültig, sondern folgt dem Beispiel der Christen, die durch ihr Vertrauen zum Herrn standhaft geblieben sind und alles erhalten werden, was Gott zugesagt hat.
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Weitere Infos →Auf der Stelle stehen. Wer kennt's nicht? Im Leben stehen wir schnell mal vor einem Hindernis. Müssen auf den Durchbruch warten. Kommen gefühlt keinen Meter voran. Was in unserem Alltag passiert, passiert auch gut mal in unserem Glaubensleben. Dabei ist ein Leben mit Jesus Christus nicht dazu gedacht, dass du und ich nicht vorwärtskommen, sondern dazu, dass wir immer tiefer gehen, dass unsere Beziehung zu Jesus Christus immer stabilere Wurzeln bekommt, wir immer mehr Erkenntnis und Weisheit von ihm und über ihn erlangen.
Ein Leben mit Gott ist alles andere als langweilig! Es ist vielschichtig, komplex und ehrlich gesagt das größte Abenteuer. Wenn du die bekanntesten Bibelstellen gefühlt bereits auswendig zitieren kannst, den Heiligen Geist jedoch noch als ein Mysterium siehst und dich evtl. in Abhängigkeiten oder Süchten befindest ... Dann ist das noch lange nicht das Ende von dem, was Gott dir zu bieten hat.
Die Gemeinde, die Paulus im Hebräer-Brief anschreibt, befand sich auch an solch einem Punkt. Es ging nicht mehr voran in ihrem Glaubensleben. Ihre Beziehung zu Gott wurde nicht mehr tiefer. Doch Paulus wusste, das ist nicht das Ende der Fahnenstange!
Lies mal Geschichten der Bibel, die du noch nie gelesen hast. Umgib dich mit neuen und inspirierenden geistlichen Leitern. Trau dich an ein schwieriges theologisches Thema heran. Nimm Seelsorge in Anspruch. Und so weiter. Wie auch immer. Geh deinen nächsten Schritt!