Prediger
Kapitel 3, Vers 16–22
Was ist der Mensch?
16Ich habe noch etwas auf dieser Welt beobachtet: Wo man eigentlich Recht sprechen und gerechte Urteile fällen sollte, herrscht schreiende Ungerechtigkeit. 17Doch dann dachte ich: Am Ende wird Gott den Schuldigen richten und dem Unschuldigen zum Recht verhelfen. Denn auch dafür hat er eine Zeit vorherbestimmt, so wie für alles auf der Welt. 18Ich habe begriffen, dass Gott die Menschen prüft. Sie sollen erkennen: Nichts unterscheidet sie von den Tieren. 19Denn auf Mensch und Tier wartet das gleiche Schicksal: Beiden gab Gott das Leben, und beide müssen sterben. Der Mensch hat dem Tier nichts voraus, denn auch er ist vergänglich. 20Sie alle gehen an denselben Ort – aus dem Staub der Erde sind sie entstanden, und zum Staub der Erde kehren sie zurück. 21Wer weiß schon, ob der Geist des Menschen wirklich nach oben steigt, der Geist des Tieres aber in die Erde hinabsinkt? 22So erkannte ich: Ein Mensch kann nichts Besseres tun, als die Früchte seiner Arbeit zu genießen – das ist es, was Gott ihm zugeteilt hat. Denn niemand kann sagen, was nach dem Tod geschehen wird!
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Die Welt schreit nur so vor Ungerechtigkeit. Diese Beobachtung musste auch der Schreiber des Predigerbuches machen. Er sah, dass ungerechte Urteile gefällt werden. Dass Menschen ungerecht behandelt, ausgenutzt und ausgebeutet werden.
Auch du kennst diese Beobachtung der Welt höchstwahrscheinlich. Sie treibt einen manchmal an den Rand der Verzweiflung! Nicht nur dann, wenn man die Erde global betrachtet, sondern auch dann, wenn wir nur in unser eigenes persönliches Leben schauen, erleben wir Ungerechtigkeit.
Doch was ist die wunderbare Erkenntnis aus all dem?
"Am Ende wird Gott den Schuldigen richten und dem Unschuldigen zum Recht verhelfen. Denn auch dafür hat er eine Zeit vorherbestimmt, so wie für alles auf der Welt." [17]
Gott wird am Ende aller Tage für ewige Gerechtigkeit sorgen. Gott wird dieser Welt mit ihrer Ungerechtigkeit final ein Ende setzen. So finden wir es bspw. im Buch der Offenbarung in der Bibel prophezeit. Jesus selbst deutet viele Male auf diesen letzten Tag hin, an dem Gott gerecht richten und jeder Ungerechtigkeit ein Ende bereiten wird. Ein Tag, auf den die ganze Welt wartet und hofft.