1. Mose
Kapitel 18, Vers 16–21
SODOM UND GOMORRA
16Danach brachen die drei auf, und Abraham begleitete sie noch ein Stück. Als sie auf die Stadt Sodom hinabblickten, 17fragte sich der HERR: »Soll ich wirklich vor Abraham verbergen, was ich mit Sodom und Gomorra vorhabe? 18Nein, ich will es ihm nicht vorenthalten, schließlich wird er durch mich zum Stammvater eines großen und mächtigen Volkes. Und nicht nur das, alle Völker der Erde sollen durch ihn am Segen teilhaben. 19Ich selbst habe ihn dazu auserwählt, dass er auch seine Familie und seine Nachkommen so zu leben lehrt, wie es mir gefällt. Sie sollen das Recht achten und Gerechtigkeit üben, damit ich meine Zusage einlösen kann, die ich Abraham gegeben habe.« 20Darum sagte der HERR zu Abraham: »Die Klagen über die Menschen von Sodom und Gomorra nehmen kein Ende; ihre Schuld schreit zum Himmel! 21Ich gehe jetzt dorthin, um selbst nachzusehen. Ich will wissen, ob die Vorwürfe stimmen und die Leute es wirklich so schlimm treiben, wie ich gehört habe.«
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Weitere Infos →Die drei Männer aus dem vorangegangenen Abschnitt (es spricht viel dafür, dass Abraham und Sara hier eine Begegnung mit dem Herrn hatten) machten sich wieder auf dem Weg (vgl. V. 13). Sie wollten zu den Städten Sodom und Gomorra reisen (vgl. V. 21). Städte, deren Ungerechtigkeit wortwörtlich zum Himmel schrie. Die drei Männer, bzw. der Herr, wollten Abraham in Gottes Pläne mit Sodom und Gomorra einweihen.
Der Abschnitt führt uns vor Augen, wie wichtig Gott das Recht und die Gerechtigkeit sind. Einerseits erkennen wir das an der positiven Vorstellung, die Gott für Abraham und seine Nachkommen besitzt: "Sie sollen das Recht achten und Gerechtigkeit üben." [19] Andererseits zeigt uns der Abschnitt, wie Ungerechtigkeit Gott niemals kaltlässt: “Die Klagen über die Menschen von Sodom und Gomorra nehmen kein Ende; […] Ich gehe jetzt dorthin, um selbst nachzusehen.” [20-21]
Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir (also zumindest kann ich da von mir sprechen) unterschätzen, wie wichtig dem Herrn soziale Gerechtigkeit ist. Ich frage mich, wie Gott wohl über den Wohlstand in Deutschland denkt, der nicht selten auf Kosten ärmerer Länder am Leben erhalten wird. Über all die Ungerechtigkeit, die auch in unserem Land geschieht. Nicht ohne Grund sprach Jesus davon, ein Licht zu sein. In dieser Welt. Heute.