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Impuls

Gerecht vor Gott

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Mose

Kapitel 19, Vers 1–​22

DIE ZERSTÖRUNG VON SODOM UND GOMORRA

1Am Abend kamen die beiden Boten Gottes nach Sodom. Lot saß gerade beim Stadttor. Als er sie sah, ging er ihnen entgegen, verneigte sich tief und sagte: 2»Meine Herren, ich bin euch gerne zu Diensten! Kommt doch mit in mein Haus, um euch die Füße zu waschen und über Nacht meine Gäste zu sein! Morgen könnt ihr dann eure Reise fortsetzen.« »Nein danke, wir werden einfach hier draußen auf dem Platz übernachten«, antworteten die beiden. 3Aber Lot drängte sie, mitzukommen, bis sie schließlich einwilligten. Zu Hause brachte er ihnen ein gutes Essen und frisches Brot. 4Danach wollten sie sich schlafen legen, doch in der Zwischenzeit waren alle Männer Sodoms, junge und alte, herbeigelaufen und hatten Lots Haus umstellt. 5Sie brüllten: »Lot, wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Gib sie raus, wir wollen unseren Spaß mit ihnen haben!« 6Lot zwängte sich durch die Tür nach draußen und schloss sofort wieder hinter sich zu. 7»Freunde, ich bitte euch, begeht doch nicht so ein Verbrechen!«, rief er. 8»Hier, ich habe zwei Töchter, die noch kein Mann berührt hat. Die gebe ich euch heraus. Ihr könnt mit ihnen machen, was ihr wollt! Nur lasst die Männer in Ruhe, sie stehen unter meinem Schutz, denn sie sind meine Gäste!« 9»Hau ab!«, schrien sie. »Von einem dahergelaufenen Ausländer lassen wir uns doch keine Vorschriften machen! Pass bloß auf, mit dir werden wir es noch schlimmer treiben als mit den beiden anderen!« Sie überwältigten Lot und wollten gerade die Tür aufbrechen, 10da streckten die beiden Männer die Hand aus, zogen Lot ins Haus und verschlossen die Tür. 11Sie schlugen alle Leute, die draußen standen, mit Blindheit, so dass sie die Tür nicht mehr finden konnten. 12Zu Lot sagten sie: »Hast du irgendwelche Verwandte hier in der Stadt? Seien es Schwiegersöhne, Söhne, Töchter oder sonst jemand von deiner Familie – bring sie alle von hier fort! 13Der HERR hat uns nämlich geschickt, die Stadt zu vernichten; er hat von dem abscheulichen Verhalten der Einwohner Sodoms gehört. Deshalb werden wir diese Stadt zerstören.« 14Sofort eilte Lot zu den Verlobten seiner Töchter und rief ihnen zu: »Schnell, verschwindet aus dieser Stadt, denn der HERR wird sie vernichten!« Aber sie dachten, er mache Witze. 15Bei Tagesanbruch drängten die Männer Lot zur Eile: »Schnell, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, bevor ihr in den Untergang der Stadt mit hineingerissen werdet!« 16Weil er noch zögerte, fassten sie ihn, seine Frau und seine beiden Töchter bei der Hand, führten sie hinaus und ließen sie erst außerhalb der Stadt wieder los, denn der HERR wollte sie verschonen. 17»Lauft um euer Leben!«, sagte einer der beiden Boten. »Schaut nicht zurück, bleibt nirgendwo stehen, sondern flieht ins Gebirge! Sonst werdet ihr umkommen!« 18»Ach, bitte nicht, Herr«, flehte Lot, 19»du warst so gnädig und hast mir das Leben gerettet! Aber bis ins Gebirge schaffe ich es nicht mehr, bevor das Unglück auch mich packt und vernichtet. 20Die kleine Stadt dort ist nah genug, die kann ich noch gut erreichen. Bitte lass mich dorthin laufen, dann bin ich gerettet. Verschone sie – siehst du nicht, wie klein sie ist?« 21»Gut«, bekam er zur Antwort, »auch diesen Wunsch will ich dir erfüllen. Ich zerstöre die Stadt nicht. 22Flieh schnell dorthin, denn ich kann nichts tun, bevor du dort in Sicherheit bist!« Von da an wurde die Stadt Zoar genannt, was »klein« bedeutet.

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Oha. Also zu diesen Szenen gäbe es bestimmt viel zu sagen. Eines wird vor allem deutlich: Die Stadt Sodom und die Stadt Gomorra sind voll mit Unrecht und Bösem. Ich denke, das ist vor allem das, was wir aus den beschriebenen Szenen der Verse 1 - 9 erkennen können.

Und das Urteil Gottes über das Fehlverhalten der Städte kommt. Die Bewohner der Stadt haben es noch nicht einmal im Sinn, zu Gott zurückzukehren. Und doch rettete Gott einen Bewohner der Stadt: Lot. Er darf vor der untergehenden Stadt fliehen, weil er von Gottes Boten rechtzeitig vor dem Unheil gewarnt wird. Und weshalb ausgerechnet Lot? Weil er die einzige vor Gott gerechte Person in der gesamten Stadt ist. So suchen die beiden Boten Gottes nach vor Gott gerechten Personen in Sodom und Gomorra und werden nur von Lot herzlich willkommen geheißen und vor den Übergriffen der ungerechten Bewohner beschützt.

Was kann uns diese Erzählung für heute sagen? Dass Gott zu seinem Wort steht! Gott errettet die, die vor ihm als gerecht dastehen. So wird es auch bei dem letzten Endgericht sein, das über diese Welt am Ende aller Tage kommt: Wer zu Gott gehört, wird vor der ewigen Strafe Gottes errettet. Falls du Jesus noch gar nicht kennen solltest: Lerne ihn kennen und werde durch deinen Glauben an ihn gerecht vor Gott und ins ewige Leben bei Gott erlöst! (Vgl. Kolosser 1:19-22; Johannes 3:16; Römer 8)