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Impuls

Falsche Anschuldigungen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Markus

Kapitel 14, Vers 53–​65

JESUS VOR GERICHT

53Gleich darauf brachte man Jesus zum Hohenpriester. Bei ihm hatten sich alle obersten Priester, die führenden Männer des Volkes und die Schriftgelehrten versammelt. 54In sicherem Abstand folgte Petrus den Männern bis in den Innenhof des hohepriesterlichen Palastes. Dort setzte er sich zu den Dienern und wärmte sich am Feuer. 55Die obersten Priester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugen, die durch ihre Aussagen Jesus so belasten sollten, dass man ihn zum Tode verurteilen konnte. Aber es gelang ihnen nicht. 56Viele Zeugen brachten zwar falsche Anschuldigungen vor, doch ihre Aussagen widersprachen sich. 57Schließlich traten einige Männer vor, die man bestochen hatte, und erklärten: 58»Wir haben gehört, wie dieser Jesus behauptete: ›Ich will den von Menschen gebauten Tempel abreißen und dafür in drei Tagen einen anderen aufbauen, der nicht von Menschen errichtet ist.‹« 59Doch auch ihre Aussagen stimmten nicht überein. 60Jetzt erhob sich der Hohepriester, stellte sich mitten unter die Versammelten und fragte Jesus: »Warum antwortest du nicht? Hast du nichts gegen diese Anschuldigungen zu sagen?« 61Aber Jesus schwieg. Weil er keine Antwort gab, stellte ihm der Hohepriester eine weitere Frage: »Bist du der Christus, der von Gott erwählte Retter, der Sohn Gottes?« 62»Ja, der bin ich«, antwortete Jesus. »Ihr werdet den Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.« 63Empört zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: »Das genügt! Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen? 64Ihr habt ja seine Gotteslästerung selbst gehört. Wie lautet euer Urteil?« Einstimmig beschlossen sie: »Er ist schuldig. Er muss sterben.« 65Darauf spuckten einige von ihnen Jesus an, verbanden ihm die Augen und schlugen mit den Fäusten auf ihn ein. »Na, du Prophet«, verhöhnten sie ihn, »sag uns, wer hat dich geschlagen?« Auch die Diener des Hohenpriesters, die Jesus abführten, schlugen ihn.

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Was geht ab!? Mit welch einer absoluten Dreistigkeit begegnen diese Menschen Jesus, Gott selbst? Sie werfen mit falschen Anschuldigungen nur so um sich und haben ganze Gruppen an Leuten organisiert, die Lügen über Jesus verbreiten sollen, um über ihn die Todesstrafe verhängen zu können. Und Jesus verteidigt sich nicht. Denn er weiß, dass all das Teil des großen Plans ist. Des Plans, der am Ende dazu führen wird, dass er von den Toten aufersteht und die Sünden der Menschheit vergeben werden können. Mit diesem Happy End im Kopf erträgt er das Leid, welches ihm angetan wird.

Wie oft meinen wir, Gott mit falschen Anschuldigungen für Dinge verantwortlich machen zu können, die er nie getan hat? "Gott, warum hast du mir meinen Partner genommen?" oder "Gott, warum hast du mich krank gemacht?" oder "Gott, warum gibst du mir nicht diesen Job, den ich so sehr brauche?" Glaub mir eines: Gott lässt Leid manchmal zu, doch er verursacht es nicht. Niemals. Krankheit, Not und Leid kommen vom Teufel selbst. Und niemals von Gott. Gott möchte dich mit seiner Liebe und mit seinem Frieden überschütten. Das ist sein Job. Manchmal eben auch inmitten von Leid. Lass dir nicht einreden, dass Gott es nicht gut mit dir meint. Und beschuldige Gott nicht für Dinge, die er nie getan hat.