Psalm
Kapitel 73, Vers 16–28
Gott wird bei dir sein
16Also versuchte ich zu begreifen, warum es dem Gottlosen gut und dem Frommen schlecht geht, aber es war viel zu schwer für mich. 17Schließlich ging ich in dein Heiligtum, und dort wurde mir auf einmal klar: Entscheidend ist, wie ihr Leben endet! 18Du stellst sie auf schlüpfrigen Boden und wirst sie ins Verderben stürzen. 19Ganz plötzlich wird sie das Entsetzen packen, sie werden ein Ende mit Schrecken nehmen. 20Wie ein Traum beim Erwachen verschwindet, so vergehen sie, wenn du dich erhebst, o Herr. 21Als ich verbittert war und mich vor Kummer verzehrte, 22da war ich dumm wie ein Stück Vieh, ich hatte nichts begriffen. 23Jetzt aber bleibe ich immer bei dir, und du hältst mich bei der Hand. 24Du führst mich nach deinem Plan und nimmst mich am Ende in Ehren auf. 25Herr, wenn ich nur dich habe, bedeuten Himmel und Erde mir nichts. 26Selbst wenn meine Kräfte schwinden und ich umkomme, so bist du, Gott, doch allezeit meine Stärke – ja, du bist alles, was ich brauche! 27Eines ist sicher: Wer dich ablehnt, wird zugrunde gehen; du vernichtest jeden, der dir die Treue bricht. 28Ich aber darf dir immer nahe sein, das ist mein ganzes Glück! Dir vertraue ich, HERR, mein Gott; von deinen großen Taten will ich allen erzählen.
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Weitere Infos →"Warum geht es den Gottlosen so gut und denen, die an Gott glauben, so schlecht?" (Vgl. V. 16)
Vielleicht hast du dir diese Frage auf die eine oder andere Weise auch schon gestellt. Asaf tat mit seiner Frage genau das Richtige. Er ging damit zu Gott.
"Schließlich ging ich in dein Heiligtum, und dort wurde mir auf einmal klar: Entscheidend ist, wie ihr Leben endet!" [17]
Seine Zweifel führten ihn nicht weg, sondern hin zu Gott. Ihm wurde bewusst, dass es nicht nur darauf ankommt, wie gut man gelebt hat, sondern wie man am Ende seines Lebens bei Gott angenommen wird.
Asaf vertraute darauf, dass Gott ihn nach seinem Plan führen und am Ende in Ehren empfangen würde (V. 24). Was für eine Perspektive!
Zugleich bringt Jesus für mich noch einmal eine neue Perspektive in diese Frage. Gott sah nicht nur die Schuld der Menschheit, er sah auch das Leid und den Schmerz. In Jesus ging er selbst hindurch. So bekommen Leid und Schmerz für mich eine neue Bedeutung.
Paulus hat sogar den Anspruch, Jesus bis in sein Leiden hinein ähnlicher zu werden. Mit anderen Worten: Leid und Schmerz in Kauf zu nehmen wegen seines Glaubens an Jesus.
Asaf hat sich nach seiner Erkenntnis entschieden, Gott nie mehr loszulassen. Gottes Nähe war sein Glück. Wie entscheidest du dich?