1. Samuel
Kapitel 12, Vers 6–15
Wie der Herr ist
6Samuel fuhr fort: »Es war der HERR, der einst Mose und Aaron berufen und eure Vorfahren aus dem Land Ägypten hierher nach Kanaan gebracht hat. 7Und nun hört mir zu: In der Gegenwart des HERRN erinnere ich euch an alle Wohltaten, die der HERR in seiner Treue euch und euren Vorfahren immer wieder erwiesen hat: 8Nachdem euer Stammvater Jakob nach Ägypten gekommen war, riefen eure Vorfahren in äußerster Not zum HERRN um Hilfe. Da schickte er ihnen Mose und Aaron, um das ganze Volk aus Ägypten heraus in dieses Land zu führen. 9Doch schon bald vergaßen sie den HERRN, ihren Gott, und alles, was er für sie getan hatte. Darum gab er sie in die Gewalt ihrer Feinde. Sisera, der Heerführer des Königs von Hazor in Kanaan, die Philister und der König der Moabiter kämpften gegen sie. 10Dann schrien eure Vorfahren jedes Mal zum HERRN um Hilfe und bekannten: ›Wir haben gesündigt, denn wir haben dich, HERR, verlassen und die kanaanitischen Götter Baal und Astarte verehrt! Bitte befrei uns doch von unseren Feinden! Dann wollen wir dir allein dienen.‹ 11Da schickte der HERR ihnen erst Gideon, ein anderes Mal Barak, dann Jeftah und schließlich mich, Samuel. Durch diese Männer half Gott euren Vorfahren und jetzt auch euch: Vorher wart ihr von Feinden umgeben, jetzt könnt ihr ruhig und sicher in eurem Land wohnen. 12Doch als der Ammoniterkönig Nahasch gegen euch in den Krieg zog, da kamt ihr zu mir mit der Forderung: ›Wir wollen einen König haben!‹ Dabei wusstet ihr genau, dass Gott, der HERR, euer König ist. 13Nun gut, hier ist der König, den ihr wolltet! Der HERR hat euren Wunsch erfüllt und ihn über euch eingesetzt. 14Jetzt habt Ehrfurcht vor dem HERRN, dient und gehorcht ihm, und widersetzt euch nicht seinen Geboten. Wenn ihr und euer König dem HERRN treu seid, dann wird er euch beistehen. 15Gehorcht ihr ihm aber nicht, sondern missachtet seine Gebote, so wird der HERR sich auch gegen euch stellen wie damals gegen eure Vorfahren.
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Weitere Infos →Wir befinden uns jetzt bei einer besonderen Rede Samuels an das Volk. Im vorherigen Abschnitt (vgl. V. 1-5) hatte sich Samuel offen der Kritik des Volkes gestellt. Im heutigen Abschnitt folgt eine Erinnerung an das, welche großen Dinge Gott in der Vergangenheit getan hat. Angefangen bei Mose und Aaron, die der Herr gebraucht hatte, um die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu befreien, bis hin zu den Siegen, die der Herr ihnen in der jüngsten Vorvergangenheit über ihre Feinde geschenkt hatte.
Immer wieder lesen wir davon, wie die damaligen Leiter die Geschichte Gottes mit seinem Volk wiederholten. Diese Tradition setzt sich bis ins Neue Testament fort und bricht nicht ab. Hinter dieser Tradition steht eine ganz besondere Botschaft:
"Vergiss nicht, was Gott in deinem Leben bereits getan hat!"
Sehr oft neigen wir dazu, bei anstehenden Problemen und Herausforderungen bei null anzufangen. Wir betrachten die Probleme losgelöst von all den Wundern, die wir bereits erleben durften. Als hätten wir keine Geschichte mit Gott.
Es lohnt sich, innezuhalten und die Zukunft durch die Brille der Vergangenheit zu betrachten. Als wären die Wunder der Vergangenheit der Filter für den Blick in die Zukunft. Sicher, die Probleme und Herausforderungen bleiben, doch sie werden kleiner. Versuch es doch mal.