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Impuls

Gegen Feinde beten?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

Psalm

Kapitel 35, Vers 1–​15

Rufmord

1Von David. HERR, widersetze dich denen, die sich mir widersetzen! Bekämpfe alle, die mich bekämpfen! 2Greif zu den Waffen und eile mir zu Hilfe! 3Nimm den Speer und stell dich meinen Verfolgern in den Weg! Versprich mir, dass du mir beistehst! 4Schimpf und Schande soll über alle kommen, die mich umbringen wollen! Sie, die Böses gegen mich planen, sollen bloßgestellt werden und fliehen! 5Wie Spreu sollen sie vom Wind verweht werden, wenn der Engel des HERRN sie fortjagt. 6Ihr Weg sei finster und glatt, wenn der Engel des HERRN sie verfolgt! 7Ohne Grund haben sie mir eine Falle gestellt, ich habe ihnen doch nichts getan! 8Darum breche das Verderben ohne Vorwarnung über sie herein! In ihre eigene Falle sollen sie laufen und darin umkommen! 9Ich aber werde jubeln und mich freuen, weil der HERR eingreift und mir hilft. 10Alle meine Glieder werden in das Lob einstimmen und sagen: »HERR, niemand ist wie du!« Du beschützt den Schwachen vor dem Starken und rettest den Armen und Wehrlosen vor dem Räuber. 11Falsche Zeugen treten gegen mich auf und werfen mir Verbrechen vor, die ich nie begangen habe! 12Was ich ihnen Gutes getan habe, zahlen sie mir mit Bösem heim. Ich bin einsam und verlassen. 13Wenn einer von ihnen schwer krank war, zog ich Trauerkleidung an, fastete für ihn und betete mit gesenktem Kopf. 14Ich verhielt mich so, als wäre er mein Bruder oder Freund. In tiefer Trauer ging ich umher – wie jemand, der um seine Mutter weint. 15Jetzt aber ist das Unglück über mich hereingebrochen, und voll Schadenfreude laufen sie zusammen. Auch Leute, die ich nicht kenne, hergelaufenes Gesindel, ziehen pausenlos über mich her.

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Hat dich schon einmal jemand wirklich enttäuscht, weil er oder sie dich unfair behandelt hat? Vielleicht hast du diese Person sowieso nicht besonders gemocht. Dennoch hast du versucht, Frieden zu halten. Doch dann hat diese Person etwas getan, was dich völlig aus der Fassung gebracht hat. Die Worte Davids sprechen dir aus der Seele:

"Was ich ihnen Gutes getan habe, zahlen sie mir mit Bösem heim." [12]

David nahm im ersten Teil dieses Psalms kein Blatt vor den Mund und klagte Gott sein Leid. Er ging sogar so weit, dass er Gott bat, seinen Feinden zu schaden.

Sollten wir heute noch so beten? Dazu einige Gedanken:

1. David bemühte sich mit aller Kraft um Frieden. Du auch?

David hetzte nicht blind gegen seine Feinde. Diesem Gebet ging sicherlich eine lange Zeit voraus, in der er versuchte, Frieden zu schließen. Hast du das auch schon versucht?

2. Wir können zu Jesus aufschauen. David konnte das nicht.

Jesus zeigte uns den Königsweg. Am Kreuz betete er für seine Feinde zu seinem himmlischen Vater: "Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Das setzt neue Maßstäbe. Jesus ist unser Vorbild.

"W.W.J.D." (What would Jesus do?) heißt es auf den bekannten christlichen Armbändern. Diese Frage ist auch für mich hier entscheidend. Lasst uns Jesus folgen und unsere Feinde lieben und segnen, statt sie zu verfluchen!