Psalm
Kapitel 69, Vers 20–29
Gott kennt deinen Schmerz
20Du kennst die Schmach, die man mir zufügt, du weißt, wie man mich mit Hohn und Spott überschüttet. Und du kennst jeden, der mich bedrängt. 21Die Schande bricht mir das Herz, sie macht mich krank. Ich hoffte auf Mitleid, aber nein! Ich suchte Trost und fand ihn nicht! 22Sie mischten Gift in meine Speise; und als ich Durst hatte, gaben sie mir Essig zu trinken. 23Ihre Opferfeste sollen ihnen zu einer Falle werden, in der sie sich selbst fangen! 24Mach sie blind, damit sie nichts mehr sehen, und lass sie für immer kraftlos hin- und herschwanken! 25Schütte deinen Zorn über sie aus, überwältige sie in deinem Grimm! 26Ihr Besitz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen! 27Denn erbarmungslos verfolgen sie den, den du doch schon gestraft hast. Schadenfroh erzählen sie von seinen Schmerzen. 28Vergib ihnen nichts! Rechne ihnen jede einzelne Schuld an, damit sie nicht vor dir bestehen können! 29Lösche ihre Namen aus dem Buch des Lebens, damit sie nicht bei denen aufgeschrieben sind, die zu dir gehören!
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Weitere Infos →Wie gehst du damit um, wenn du Mobbing und Ungerechtigkeit erlebst? Was wünschst du deinen Gegnern in solchen Momenten?
David erlebte Ablehnung, Mobbing und Ungerechtigkeit. David, der große König nach dem Herzen Gottes.
Wie reagierte er? Wie erging es ihm im Herzen?
David verarbeitete seine Gefühle in Liedern und Gedichten. Er fand ein Ventil, um das, was in seinem Herzen brodelte, nach außen zu tragen. Und dabei waren seine Gefühle nicht frei von Rache und Vergeltung.
Vielleicht überrascht dich das. David, das große Vorbild, sehnte sich nach Vergeltung?
"Vergib ihnen nichts! Rechne ihnen jede einzelne Schuld an, damit sie nicht vor dir bestehen können! Lösche ihre Namen aus dem Buch des Lebens." [28-29]
Jesus hingegen betete am Kreuz zu seinem Vater:
"Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Lukas 23:34)
So vorbildlich und "Jesus-like" wirkte David in diesem Moment nicht. Und doch haben die Gedanken Davids eine tiefe Bedeutung für uns heute.
- Er fand ein Ventil, um die Gedanken, die sein Herz belasteten, herauszulassen.
- Er überließ Gott das Urteil und gab ihm nur seine "menschliche Empfehlung". ;-)
- Er wagte es, vor Gott ehrlich zu sein.
Drei Punkte, die auch wir uns wieder in Erinnerung rufen sollten. Gott segnet dich dabei. Er hält deine schrägen Gedanken aus.