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Impuls

Genügsam?

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

Philipper

Kapitel 4, Vers 10–​20

DANK FÜR DIE HILFE

10Ich habe mich sehr gefreut und bin dem Herrn von Herzen dankbar, dass es euch wieder möglich war, mich finanziell zu unterstützen. Ihr wart zwar immer dazu bereit, aber wurdet in letzter Zeit durch die ungünstigen Umstände daran gehindert. 11Ich sage das nicht, um euch auf meine Not aufmerksam zu machen. Schließlich habe ich gelernt, in jeder Lebenslage zurechtzukommen. 12Ob ich nun wenig oder viel habe, beides ist mir durchaus vertraut, und ich kann mit beidem zufrieden sein: Ich kann satt sein und hungern; ich kann Mangel leiden und Überfluss haben. 13Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt. 14Trotzdem war es sehr freundlich von euch, mir in meiner Notlage zu helfen. 15Ihr wisst ja, dass ich mich von keiner anderen Gemeinde als von euch in Philippi habe unterstützen lassen. Gleich von Anfang an, als ich von Mazedonien weiterzog, um die rettende Botschaft zu verkünden, wart ihr die Einzigen, von denen ich als Gegenleistung für meinen Dienst Geld annahm. 16Ihr habt schon an meinen Lebensunterhalt gedacht, als ich in Thessalonich war, und danach habt ihr mir noch mehrmals geholfen. 17Ich schreibe das nicht, weil ich mir weitere finanzielle Unterstützung erhoffe. Es geht mir um die Frucht, die daraus erwächst: Gott wird euch für eure Liebe und Fürsorge belohnen. 18Ich habe alles bekommen, was mir Epaphroditus von euch überbrachte. Nun habe ich alles, was ich brauche, ja, mehr als das! Eure Gabe ist wie ein wohlriechendes Opfer, das Gott gefällt. 19Aus seinem großen Reichtum wird euch Gott, dem ich gehöre, durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum Leben braucht. 20Gott, unserem Vater, gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

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Der Winter nimmt so langsam sein Ende und die Pflanzen beginnen, zu blühen. Die Natur erwacht zum Leben und Freude macht sich breit. Im vorliegenden Text passiert etwas Ähnliches. Paulus sitzt in seinem dunklen Gefängnis und erhält eine großzügige Unterstützung von der Gemeinde in Philippi. Äußerst dankbar schreibt er der Gemeinde, dass sie damit ein gutes Werk in den Augen Gottes getan hat.

Trotz dieser großzügigen Spende berichtet Paulus davon, dass er sowohl im Mangel als auch im Reichtum leben kann. Das kann schnell überlesen werden, da es so simpel klingt. Schwups … lebe genügsam … alles klar! Und schon gerät diese Bibelstelle wieder in Vergessenheit. Wir müssen uns in der Regel nicht darum sorgen, was wir morgen essen oder wo wir unsere Nacht verbringen werden. Paulus sagt, dass er im Gefängnis die Tugend der Genügsamkeit gelernt hat und alle Kraft für seinen Dienst von Gott selbst kommt. Wenn dem so ist, dann müssen wir uns wohl fragen lassen, welchen Stellenwert der Wohlstand, das gute Gefühl oder die Selbstverwirklichung in unserem Dienst für Gott hat. Können wir eine ähnliche Aussage wagen? Erleben wir Gottes Kraft, wenn unser Dienst für Gott mühsam ist? Oder nur, wenn der Dienst in unseren Augen Erfolg bringt?