1. Mose
Kapitel 24, Vers 15–21
ERHÖRT GOTT DAS GEBET?
15-16Kaum hatte er das Gebet zu Ende gesprochen, da kam auch schon ein Mädchen aus der Stadt mit einem Wasserkrug auf der Schulter und füllte ihn am Brunnen. Es war Rebekka, die Tochter Betuëls und Enkelin Milkas, der Frau von Abrahams Bruder Nahor. Sie war sehr schön und unverheiratet; noch hatte kein Mann sie berührt. Als sie die Stufen am Brunnen wieder heraufstieg, 17ging der Knecht rasch auf sie zu und bat sie um einen Schluck Wasser. 18»Natürlich, Herr!«, antwortete sie, nahm sofort den Krug von der Schulter und gab ihm zu trinken. 19Dann sagte sie: »Ich will auch deinen Kamelen Wasser geben, bis sie sich satt getrunken haben.« 20Sie goss das Wasser aus ihrem Krug in die Tränkrinne, lief zum Brunnen und schöpfte so lange, bis alle Kamele genug hatten. 21Schweigend stand der Knecht daneben und beobachtete sie. Er war gespannt, ob der HERR sein Gebet erhört hatte und seine Reise erfolgreich sein würde.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Wer kennt es nicht? Man bittet Gott um ein Zeichen Gottes, ob sie oder er die/der Richtige ist. Selbst die Bibel kennt diese Situation. Wie wir im vorigen Abschnitt gelesen haben, machte sich der Knecht auf den Weg, um in Abrahams Heimat eine Frau für Isaak zu finden (andere Zeiten, andere Sitten). An einem Brunnen bat er Gott um ein Zeichen. Konkret vereinbarte er mit Gott, dass er die Frauen, die zum Brunnen kamen, um einen Schluck Wasser bitten würde. "Die Richtige" würde darüber hinaus sogar seinen Kamelen Wasser anbieten (vgl. V.14).
Nachdem er gebetet hatte, kam eine Frau aus der Stadt und bot ihm und seinen Kamelen Wasser an. Herzlichen Glückwunsch. Warum warten wir oft vergeblich auf ein göttliches Zeichen? Die Geschichte wirkt so "einfach".
Erst einmal müssen wir uns in Erinnerung rufen, dass der Knecht sehr wohl aktiv wurde. Er brach auf, um in einem bestimmten Kontext die Lebenspartnerin für Isaak zu finden. Zweitens positionierte er sich offensichtlich. Dann betete er. Und zu guter Letzt sprach er die Frau an. Du siehst also: Im stillen Kämmerlein beten und auf Gottes Zeichen warten, das ist es auch nicht. Ich habe bei meiner Frau kein explizites Zeichen bekommen. Doch irgendwann begriff ich, dass Gott meine Entscheidung segnen würde, wenn ich ihn in den Mittelpunkt dieser Entscheidung stellte.