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Impuls

Gott wirkt im Hintergrund

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Apostelgeschichte

Kapitel 25, Vers 1–​12

Die Verhandlung vor Festus

1Drei Tage nachdem Festus sein Amt angetreten hatte, reiste er von Cäsarea nach Jerusalem. 2Dort kamen die obersten Priester und die einflussreichsten Juden zu ihm, um Paulus erneut anzuklagen. Sie baten Festus, 3ihnen als Zeichen seines Wohlwollens einen Gefallen zu tun und Paulus nach Jerusalem bringen zu lassen. In Wirklichkeit wollten sie den Gefangenen unterwegs überfallen und töten. 4Aber Festus lehnte den Vorschlag ab: »Paulus bleibt in Cäsarea«, entschied er. »Ich reise bald wieder zurück. 5Wenn er tatsächlich etwas Unrechtes getan hat, können eure Anklagevertreter mitkommen und ihn verklagen.« 6Nach etwa acht bis zehn Tagen kehrte Festus nach Cäsarea zurück. Schon am folgenden Tag setzte er die Verhandlung an und ließ Paulus vorführen. 7Kaum hatte man ihn hereingebracht, da drängten sich die Juden aus Jerusalem um Paulus und legten ihm zahlreiche schwere Vergehen zur Last. Aber sie konnten nichts beweisen. 8Paulus verteidigte sich mit den Worten: »Ich habe weder gegen das Gesetz der Juden verstoßen noch den Tempel entweiht oder die Gesetze des Kaisers übertreten.« 9Festus wollte den Juden einen Gefallen tun und fragte Paulus: »Bist du damit einverstanden, dass wir deinen Prozess unter meinem Vorsitz in Jerusalem weiterführen?« 10Paulus erwiderte: »Ich stehe hier vor einem kaiserlichen Gericht. Vor dem Kaiser muss mein Fall entschieden werden. Wie du weißt, habe ich das jüdische Recht nicht verletzt. 11Sollte ich ein Unrecht begangen haben, das mit dem Tod bestraft werden muss, dann bin ich bereit zu sterben. Wenn die Beschuldigungen der Juden aber unbegründet sind, darf mich auch niemand an sie ausliefern. Ich fordere, dass meine Angelegenheit vor dem Kaiser in Rom verhandelt wird!« 12Nachdem Festus sich mit seinen Beratern besprochen hatte, entschied er: »Du hast dich auf den Kaiser berufen; man wird dich also vor den Kaiser bringen.«

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Es liest sich wie ein Thriller, welche Dinge Paulus immer wieder von seinen Gegnern vorgeworfen wurden, die er aber eigentlich nicht getan hatte, und wie er dennoch auf verschiedene Weisen immer wieder vor einer falschen Verurteilung bewahrt blieb. Es war ein Hin und Her: Die Feinde von Paulus, und damit die Feinde des christlichen Glaubens, wollten nicht aufgeben. Doch Paulus gab auch nicht auf. Er kannte seine Rechte und die Gesetze gut. Und so schaffte es Paulus immer wieder, den falschen Anklagen etwas entgegenzusetzen.

Ja, Paulus kannte sich im Rechtssystem gut aus, er war mutig und stark. Und doch spürt man beim Lesen, dass hier noch jemand anders hinter Paulus stand: Gott selbst.

"Sie baten Festus, ihnen als Zeichen seines Wohlwollens einen Gefallen zu tun und Paulus nach Jerusalem bringen zu lassen. In Wirklichkeit wollten sie den Gefangenen unterwegs überfallen und töten. Aber Festus lehnte den Vorschlag ab: »Paulus bleibt in Cäsarea«, entschied er." [2-4]

Paulus hatte offensichtlich nicht alles selbst in der Hand. Er hätte es nicht verhindern können, wenn Festus entschieden hätte, ihn doch nach Jerusalem bringen zu lassen. Damit wäre Paulus seinen Feinden in die Hände gefallen. Aber irgendetwas hielt Festus scheinbar davon ab, dem Vorschlag zuzustimmen. Gottes Wirken.