Psalm
Kapitel 31, Vers 17–25
Aber nicht besiegt!
17Blicke mich freundlich an, ich gehöre doch zu dir! Sei mir gnädig und rette mich! 18HERR, ich rufe zu dir, lass mich nicht zum Gespött meiner Feinde werden. Diese Gottlosen aber sollen in Hohn und Spott enden und im Totenreich für immer verstummen. 19Ja, diese Lügner sollen zum Schweigen gebracht werden! Überheblich und voller Verachtung verleumden sie den, der nach Gottes Willen lebt. 20Doch groß ist deine Güte, HERR! Du hältst sie bereit für die Menschen, die dir mit Ehrfurcht begegnen. Vor aller Augen zeigst du sie denen, die bei dir Zuflucht suchen. 21Du gibst ihnen Schutz in deiner Nähe, so kann ihnen keine Verschwörung etwas anhaben. Du bewahrst sie vor allem zänkischen Geschwätz. 22Gepriesen sei der HERR! Ich war eingeschlossen in einer belagerten Stadt, doch auch dort habe ich deine wunderbare Liebe erfahren. 23Entsetzt hatte ich schon gedacht: »HERR, du hast mich verstoßen!« Du aber hörtest mich, als ich zu dir um Hilfe schrie. 24Liebt den HERRN, alle, die ihr zu ihm gehört! Wer treu zu ihm hält, steht unter seinem Schutz, doch wer selbstgerecht ist, dem zahlt er es doppelt heim. 25Seid stark und mutig, alle, die ihr auf den HERRN hofft!
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Weitere Infos →Wenn ich die Psalmen lese, fällt mir immer wieder auf, wie oft die Verfasser betonten, dass Gottes Liebe und Gnade nur denen gilt, die sich ihm zuwenden.
Das klingt ein wenig widersprüchlich zu dem, was wir so oft in unseren Predigten hören, oder?
"Gott liebt alle Menschen. Er geht dir nach, auch wenn du ihm den Rücken kehrst!"
Wie passt das zusammen?
Zunächst einmal würde ich diesen Aussagen voll und ganz zustimmen. Gott liebt jeden Menschen und er geht dem einen verlorenen Schaf nach.
Doch was immer wieder deutlich wird: Gott drängt sich niemandem auf. Es ist deine Entscheidung, Gottes Liebe und Gnade in Demut anzunehmen. Und es bedarf der Umkehr, um zu sehen, dass Gott dir nachgegangen ist.
Jemand, der selbstgerecht seinen Weg geht, verpasst vielleicht manchmal, wie Gottes Liebe in seinem Leben wirklich wirksam wird. Nicht weil Gott ihn nicht liebt, sondern weil der Mensch sich Gott nicht zuwendet.
David hat genau das getan. Er wandte sich immer wieder seinem Gott zu und erlebte Gottes wohltuende Nähe in den schwierigsten Situationen.
"Ich war eingeschlossen in einer belagerten Stadt, doch auch dort habe ich deine wunderbare Liebe erfahren." [22]