2. Mose
Kapitel 16, Vers 13–24
BROT VOM HIMMEL
13Am selben Abend zogen Schwärme von Wachteln heran und ließen sich überall im Lager nieder. Und am nächsten Morgen lag Tau rings um das Lager. 14Als er verdunstet war, blieben auf dem Wüstenboden feine Körner zurück, die aussahen wie Reif. 15Die Israeliten entdeckten sie und fragten sich: »Was ist das bloß?« Nie zuvor hatten sie so etwas gesehen. Mose erklärte ihnen: »Dies ist das Brot, das euch der HERR zu essen gibt. 16Der HERR hat angeordnet: Jeder von euch soll so viel sammeln, wie er für seine Familie braucht, einen Krug von zweieinhalb Litern für jede Person, die in seinem Zelt lebt.« 17Die Israeliten hielten sich daran und lasen die Körner auf, einer mehr, der andere weniger. 18Doch als sie es zu Hause maßen, hatte der nicht zu viel, der viel eingesammelt hatte, und wer nur wenig aufgelesen hatte, dem fehlte nichts. Jeder hatte genauso viel mitgenommen, wie er für seine Familie brauchte. 19Mose befahl: »Hebt nichts davon bis zum nächsten Morgen auf!« 20Einige Israeliten aber hielten sich nicht daran und ließen etwas übrig. Am nächsten Morgen war es voller Würmer und stank. Mose wurde zornig auf sie. 21So lasen die Israeliten jeden Morgen die Körner auf, jeder so viel, wie er zum Essen brauchte. Später, wenn es heiß wurde, schmolz der Rest am Boden und verschwand. 22Am sechsten Tag kam doppelt so viel Nahrung zusammen wie sonst – fünf Liter für jeden. Die führenden Männer Israels gingen zu Mose und sprachen ihn darauf an. 23Mose erklärte ihnen: »Der HERR hat angeordnet: Morgen sollt ihr den Sabbat feiern, den Ruhetag, der ganz dem HERRN geweiht ist. Backt heute aus den Körnern Brot, oder kocht sie, ganz wie ihr wollt. Was übrig bleibt, hebt für morgen auf!« 24Das taten die Israeliten. Und diesmal war die Speise nicht verdorben wie sonst und enthielt auch keine Würmer. 25Mose befahl: »Esst heute, was von gestern übrig ist, denn heute halten wir den Ruhetag, der dem HERRN geweiht ist. In der Wüste werdet ihr nichts finden! 26Sechs Tage lang könnt ihr die Körner sammeln, aber am siebten Tag, dem Sabbat, wird nichts da sein.«
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Weitere Infos →Gott hatte den Israeliten zuletzt versprochen, in der Wüste für sie zu sorgen. Und genau das tat er. Wir lesen davon, wie Gott sich um das Wohl des Volkes kümmerte. Am Abend "zogen Schwärme von Wachteln heran und ließen sich überall im Lager nieder." [13] Am Morgen lesen wir wiederum von "feinen Körnern" [13-14], die überall auf dem Wüstenboden lagen. Mit ihnen konnten sie eine Art Brot backen (vgl. V. 15).
Der Abschnitt enthält zwei tiefe Wahrheiten über Gottes Versorgung, die sich bis ins Neue Testament durchziehen. Ich bin mir sicher, dass sie auch dein Glaubensleben prägen können:
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Jeden Tag neu Der Herr ordnete das Volk an, jeden Tag nur so viel zu sammeln, wie sie für diesen einen Tag brauchten. Gott liebt es, wenn wir lernen, ihm zu vertrauen. Jeden Tag neu. Für ihn wäre es ein "Fingerschnipsen" gewesen, den Israeliten einen ganzen Wochenvorrat zu schicken, doch es blieb bei einem Tagesvorrat (vgl. V. 16-21). Ganz nach dem Motto: "Gib uns heute (!) unser Brot!"
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Der Sabbat offenbart Vertrauen Das Sabbatgebot ist für mich ein Vertrauensbeweis. Vertraue ich darauf, dass Gottes Versorgung ausreicht, selbst wenn ich einen Tag "ruhe"? Genau das mussten die Israeliten lernen (vgl. V. 22-24). Das Missachten des Sabbatgebots ist im Kern oft ein Vertrauensproblem. So meine Vermutung.