Nehemia
Kapitel 9, Vers 21–29
Gott nur eine Option?
21Vierzig Jahre wanderten sie in der Wüste umher, und immer bekamen sie von dir, was sie brauchten. Ihre Kleider verschlissen nicht, und ihre Füße schwollen nicht an vom langen Marsch. 22Königreiche und Völker gabst du in ihre Gewalt, ein Land nach dem anderen konnten sie einnehmen. Sie eroberten Heschbon, das Land von König Sihon, und Baschan, das Land von König Og. 23Du hast ihnen viele Kinder gegeben, so zahlreich wie die Sterne am Himmel. Du brachtest sie in das Land, das du ihren Vorfahren versprochen hattest. 24Sie eroberten es und ließen sich dort nieder. Die Bewohner von Kanaan mussten sich ihnen unterwerfen; die Herrscher und das Volk gabst du in ihre Gewalt, sie mussten sich ihrem Willen beugen. 25Dein Volk eroberte die befestigten Städte und nahm fruchtbares Ackerland in Besitz, dazu reich ausgestattete Häuser, ausgehobene Zisternen, viele Weinberge, Olivengärten und Obstbäume. Nun konnten sie essen, so viel sie wollten. Es ging ihnen sehr gut, du hattest sie so reich beschenkt! 26Doch trotz allem kehrten sie dir den Rücken und lehnten sich gegen dich auf: Von deinen Geboten wollten sie nichts mehr wissen; sie brachten deine Propheten um, die sie eindringlich ermahnt hatten, wieder zu dir zurückzukehren. Damit haben sie dich selbst beleidigt. 27Da ließest du ihre Feinde Macht über sie gewinnen, grausam wurden sie von ihnen unterdrückt. In ihrer Not schrien sie zu dir um Hilfe, und du erhörtest sie im Himmel, weil du Erbarmen mit ihnen hattest. Du schicktest ihnen Retter, die sie von ihren Unterdrückern befreiten. 28Doch kaum hatten sie Ruhe vor ihnen, taten sie wieder, was du verabscheust. Erneut ließest du sie in die Hände ihrer Feinde fallen, hilflos waren sie ihnen ausgeliefert. Und wieder schrien sie zu dir, und du erhörtest sie im Himmel. Du brachtest ihnen immer wieder Rettung, weil du Erbarmen mit ihnen hattest. 29Du riefst sie zur Besinnung, sie sollten umkehren und sich an dein Gesetz halten. Doch sie waren zu stolz und folgten deinen Weisungen nicht. Sie übertraten deine Gebote, die doch jedem, der sie befolgt, das Leben bringen. Sie wandten sich von dir ab, sie wollten nichts mehr von dir wissen und weigerten sich, dir zu gehorchen.
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Weitere Infos →Wir befinden uns noch mitten in Esras Dankgebet (vgl. V. 6). Lass mich ein paar Dinge hervorheben, die ich bemerkenswert finde.
1. Gottes Herz für sein Volk
Esra beschrieb in seinem Gebet, wie sich das Volk immer wieder von seinem Gott abgewandt hatte. Doch weißt du, was mir noch einmal bewusst geworden ist? Gott ist nie derjenige, der sich zuerst abwendet. Seine Abkehr ist immer nur die Folge der Abkehr des Volkes.
Wenn Gott versprochen hat, für uns zu sein, dann wird er seinem Versprechen nie untreu werden. Es gilt. Für immer. Für dich.
2. Gottes Versorgung reicht
Es heißt, dass Gott die Israeliten 40 Jahre lang durch die Wüste führte und sie mit dem versorgte, was sie brauchten. In letzter Zeit muss ich öfter über Gottes Versorgung nachdenken. Es ist keine “Vorausversorgung”, es ist eine täglich neue Versorgung!
Es geht ihm um unser Vertrauen auf seine Versorgung.
3. Gott darf nie optional werden
Vielleicht ist dir auch aufgefallen, dass die Israeliten ihren Weg mit Gott meistens dann verließen, wenn sie Gott nicht unbedingt brauchten. Gott hatte sie gesegnet. Sie konnten in Frieden und Wohlstand leben. Gott wurde optional und nicht mehr existenziell. Das war der Anfang vom Ende.
Erkennst du das Muster? Das besorgt mich ein bisschen.
Beten wir dafür, dass Gott in unserem Leben nie optional wird!