Hosea
Kapitel 13, Vers 1–10
Gottes Gericht
1Der Herr sagt: »Es gab eine Zeit, da waren die Bewohner von Ephraim mächtig und stark. Wenn sie redeten, packte alle die Angst. Doch dann ließen sie sich mit dem Götzen Baal ein und gingen zugrunde. 2Trotzdem haben sie noch nicht genug, sondern treiben es nur noch schlimmer: Aus Silber gießen sie Götterfiguren, wie es ihnen gefällt. Sie sagen: ›Wer Gott opfern will, muss die Stierfiguren küssen!‹ Ihre Götter sind Menschenwerk, von Handwerkern hergestellt. 3Darum werden sie so schnell verschwinden wie eine Wolke am Morgen, wie der Tau unter der Sonne, wie Spreu, die der Wind vom Dreschplatz weht, und wie Rauch, der aus der Dachluke aufsteigt. 4Ich bin der HERR, euer Gott, ich habe euch aus Ägypten befreit. Mich allein habt ihr als euren Gott kennen gelernt, es gibt keinen anderen Retter! 5In der glühenden Hitze der Wüste habe ich euch begleitet und bewahrt. 6Ich habe euch gutes Land gegeben, und ihr seid stets satt geworden. Doch je besser es euch ging, desto überheblicher wurdet ihr. Mich, den Herrn, habt ihr vergessen! 7Darum falle ich euch an wie ein Löwe. Wie ein Leopard liege ich am Weg auf der Lauer. 8Ich greife euch an wie eine Bärin, der man die Jungen geraubt hat. Ich reiße euch in Stücke, ja, ich verschlinge euch wie eine Löwin! Was übrig bleibt, werden die wilden Tiere zerfleischen. 9Ihr Leute von Israel, ihr stellt euch gegen mich, obwohl ich allein euch helfen kann. Weil ihr dies tut, geht ihr zugrunde! 10Wo ist nun euer König, der euch schützt und eure Städte vor dem Untergang bewahrt? Wo sind die führenden Männer eures Volkes? Ihr wolltet doch einen König haben und Männer, die euch regieren!
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Weitere Infos →Die Verse sprechen von einer Überheblichkeit, die Gott schmerzlich festgestellt hat. Die Lage war schwierig. Doch die Menschen glaubten, sie könnten sich selbst daraus befreien. Sie suchten alle Ressourcen in ihren eigenen Ideen und Göttern, die sie sich selbst erschaffen hatten. Von einem "helfenden Gott", der von Menschen erdacht war, kann da nun wirklich keine Rede sein. Das Urteil des wahren Gottes war daher das folgende, welches tief greift:
"Ihr Leute von Israel, ihr stellt euch gegen mich, obwohl ich allein euch helfen kann. Weil ihr dies tut, geht ihr zugrunde!" [9]
Eine Reflexion für uns selbst: An wen wenden wir uns, wenn wir nicht weiterwissen? An Gott? An den einen, der uns wirklich helfen kann? Oder meinen wir überheblich, wir wüssten, wie wir uns selbst retten können?
Ein Trend unserer Zeit: "Wenn jeder sich selbst hilft, dann ist jedem geholfen." Die Bibel denkt da etwas anders. Die These aus der Bibelstelle für heute:
"Wenn sich jeder von Gott helfen lässt, dann ist jedem geholfen."
Spannende Gedanken. Und eine Ermutigung, selbst aktiv Gottes Hilfe zu suchen. Wenn du bei Gott anklopfst, dann hilfst du dir damit selbst, überlässt Gott aber die wahre Hilfe.