Prediger
Kapitel 8, Vers 1–9
Die Macht der Herrscher
1Wen kann man zu den Weisen zählen? Wer versteht es, das Leben richtig zu deuten? Ein weiser Mensch hat ein freundliches Gesicht, alle Härte ist daraus verschwunden. 2Ich rate dir: Gehorch den Befehlen des Königs, denn du hast ihm vor Gott die Treue geschworen. 3Hüte dich davor, ihm abtrünnig zu werden, und lass dich nicht auf Intrigen ein, denn der König setzt ja doch alles durch, was ihm gefällt. 4Seine Worte haben Macht, niemand kann ihn zur Rede stellen und fragen: »Was tust du da?« 5Weise ist, wer den Befehlen des Königs gehorcht und nichts gegen ihn unternimmt. Ein solcher Mensch weiß, wann und wie er handeln muss. 6Denn alles hat seine Zeit, und für jede Situation gibt es ein entsprechendes Verhalten. Doch auf dem Menschen lastet eine schwere Not: 7Er weiß nicht, was auf ihn zukommt, und niemand kann ihm sagen, was die Zukunft bringt. 8So wie er keine Macht über den Wind besitzt und ihn nicht aufhalten kann, so kann er auch nicht den Tag seines Todes aufhalten. Ein Soldat wird niemals mitten im Krieg vom Dienst befreit, und keine böse Tat kann einen Menschen retten, wenn seine Stunde geschlagen hat. 9Dies alles habe ich begriffen, als ich beobachtete, was auf dieser Welt geschieht – einer Welt, in der einige Menschen Macht besitzen und die anderen darunter leiden müssen.
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Weitere Infos →Hast du dir jemals vorgestellt, wie es wäre, zu wissen, was morgen passiert? Während ich diese Zeilen schreibe, versuche ich, mir das vorzustellen, und ich stoße sehr schnell an meine Grenzen.
Wenn ich wüsste, dass heute ein schwieriger Tag wird, würde ich dann überhaupt aufstehen? Und wenn ich nicht aufstehen würde, hätte ich vorher bereits gewusst, dass ich nicht aufstehen würde, weil ich die Prognose für den Tag bereits gesehen hätte?
Wir können hoffen, weil wir die Zukunft nicht kennen.
Wenn ich einen Film zum ersten Mal sehe und meine Lieblingsfigur in Lebensgefahr schwebt, kann ich hoffen. Wenn ich den Film schon gesehen habe, weiß ich, was passieren wird. Ich muss nicht mehr hoffen.
Ich habe mir schon oft gewünscht, bestimmte Filme noch einmal zu sehen. Einfach nur, um noch einmal mit den Figuren hoffen zu können und die Spannung zu erleben.
Während ich diesen Minuten-Impuls schreibe, wird mir bewusst, dass unsere Begrenztheit auch ein Geschenk ist. Auch wenn heute kein einfacher Tag ist, darf ich hoffen. Gott hat diesen Tag in seiner Hand. Er kann es gut machen. Meine Hoffnung ist nicht vergebens, auch wenn ich nicht alles verstehe.
P.S.: Verzeiht mir, wenn ich die politischen Aspekte der Bibelstelle weniger beleuchtet habe. Das Thema Hoffnung war mir gerade wichtiger.