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Im Tunnel

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Identität

Johannes

Kapitel 18, Vers 15–​18

PETRUS BEHAUPTET JESUS NICHT ZU KENNEN

15Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus, als er abgeführt wurde. Weil dieser andere Jünger mit dem Hohenpriester bekannt war, ließ man ihn mit Jesus bis in den Innenhof des hohepriesterlichen Palastes gehen. 16Petrus blieb draußen vor dem Tor stehen. Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, wieder zurück, redete mit der Pförtnerin und verschaffte Petrus Zutritt. 17Die Pförtnerin fragte Petrus: »Gehörst du nicht auch zu den Jüngern dieses Mannes?« »Nein, ich nicht!«, antwortete er. 18Die Männer der Tempelwache und die Diener des Hohenpriesters hatten ein Kohlenfeuer angezündet. Sie standen um das Feuer herum und wärmten sich, denn es war kalt. Petrus ging zu ihnen, um sich auch zu wärmen.

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Jesus hatte Petrus kurz zuvor angekündigt, was passieren würde. Und so kam es. Vor dem Tor, bei der Pförtnerin. Petrus wollte in den Innenhof gehen, war gedanklich im Tunnel. Konnte nicht fassen, dass Jesus plötzlich weg war. Er kämpfte sich durch. Wurde ungenau, verleugnete seine Werte und plötzlich geschah es: "Die Pförtnerin fragte Petrus: »Gehörst du nicht auch zu den Jüngern dieses Mannes?« »Nein, ich nicht!«, antwortete er." [17]

Als Leser dieses Textes haben wir es leicht. Wir sind Zuschauer. Wir sind nicht betroffen. Wir kennen die Handlung. Doch wie hätten wir gehandelt, im Kontext dieser Geschichte?

Lass mich raten: Du überlegst gerade, ob du Jesus verraten hättest oder nicht – richtig? Wären wir standhaft geblieben? Doch lass mich dir einen neuen Gedankenanstoß geben: Geht es allein um diese Frage? Ich finde es schon erstaunlich, dass Jesus um die Sache weiß und Petrus voll gegen die Wand laufen lässt. Der Ursprung von all dem war Petrus' Annahme, dass er stark sei: "Ich werde dich niemals verraten!" Vielleicht ähnlich wie unsere hypothetische Antwort auf die oben gestellte Frage.

Es scheint so, als wenn Jesus den Zerbruch in Petrus' Leben zulässt. Doch es ist gut zu wissen, dass dieser Zerbruch (auch in unserem Leben) nicht das Ende, sondern der Anfang von Gottes Gnade ist.