Apostelgeschichte
Kapitel 3, Vers 12–26
PETRUS PREDIGT IM TEMPEL
12Als Petrus die vielen Menschen sah, sprach er zu ihnen: »Ihr Leute aus Israel! Warum wundert ihr euch darüber, dass dieser Mann jetzt gehen kann? Und weshalb starrt ihr uns an? Glaubt ihr denn, wir hätten diesen Gelähmten aus eigener Kraft geheilt oder weil wir so fromm sind? 13Nein, es ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Vorfahren, der uns mit dieser Wundertat die Macht und Ehre seines Dieners Jesus gezeigt hat. Diesen Jesus habt ihr an Pilatus ausgeliefert und verleugnet, obwohl Pilatus entschlossen war, ihn freizulassen. 14Für den, der ganz zu Gott gehörte und ohne jede Schuld war, habt ihr das Todesurteil verlangt, aber den Mörder habt ihr begnadigt. 15Ihr habt den getötet, von dem alles Leben kommt. Aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Das können wir bezeugen. 16Das Vertrauen auf Jesus und die Macht seines Namens haben diesen Mann hier vollständig geheilt. Ihr alle kennt ihn und wisst, dass er gelähmt war. Doch nun ist er vor euren Augen gesund geworden durch den Glauben, den Jesus in ihm geweckt hat. 17Ich weiß, liebe Brüder und Schwestern, euch war nicht klar, was ihr damals getan habt, und auch eure führenden Männer wussten es nicht. 18Doch so hat Gott erfüllt, was er durch alle Propheten angekündigt hatte: Der von ihm versprochene Retter musste leiden. 19Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. 20Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. Er wird euch Jesus senden, den Retter, den er für euch bestimmt hat. 21Jesus musste zuerst in den Himmel zurückkehren und dort seine Herrschaft antreten, aber die Zeit wird kommen, in der alles neu wird. Davon hat Gott schon immer durch seine auserwählten Propheten gesprochen. 22Bereits Mose hat gesagt: ›Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, zu euch senden, einen Mann aus eurem Volk. Ihr sollt alles befolgen, was er euch sagt. 23Wer aber nicht auf ihn hört, der soll aus dem Volk verstoßen werden.‹ 24Ebenso haben Samuel und alle Propheten nach ihm diese Zeit angekündigt. 25Was diese Männer gesagt haben, gilt auch für euch. Ihr habt Anteil an dem Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat. Denn Gott sprach zu Abraham: ›Durch deinen Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden.‹ 26Gott hat Jesus, seinen Diener, zuerst zu euch geschickt, nachdem er ihn in diese Welt gesandt hatte, und ihn beauftragt, euch zu segnen. Er wird euch helfen, umzukehren und euer Leben zu ändern.«
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Weitere Infos →Heute lesen wir die Fortsetzung der Heilungsgeschichte aus dem Abschnitt von gestern (Verpasst? Lies ihn gern nochmal in der App nach). Das Wunder der Heilung des Gelähmten ist geschehen. Und alle Menschen, die es mitbekommen haben, wollen nun wissen, wie diese gewöhnlichen Männer ein solches Wunder tun konnten! Und so strömen sie zu den Wundertätern, den Aposteln, und jene nutzen nun die Möglichkeit, den Menschen Antworten auf ihre Fragen zu geben. Klipp und klar erklärt der Apostel Petrus, dass es nicht sie selbst waren, sondern die Kraft Gottes, bewirkt durch dessen Sohn Jesus Christus. Petrus predigt hier genau zu dem Volk, welches Jesus noch vor einiger Zeit ans Kreuz genagelt und als Gottesverräter abgestempelt hatte. Doch jetzt macht Petrus ihnen deutlich, dass Jesus eben doch Gott selbst ist! Petrus holt die Menschen mit seiner Predigt dort ab, wo sie stehen. Er weiß, dass sie die alten Schriften der Propheten und von Mose kennen. Das Alte Testament ist seinen Hörern so vertraut wie nichts anderes. Petrus erklärt ihnen, wie sich die Worte des Alten Testaments in Jesus Christus erfüllt haben. Und er macht Folgendes klar: Jesus ist nicht tot! Nein, er lebt! Und das Wunder, welches gerade geschehen war, ist ein Zeichen dafür!
Petrus legt hier wirklich eine Musterpredigt hin. Er kennt seine Hörer. Er holt sie, wie beschrieben, da ab, wo sie stehen. Er ist erfüllt mit dem Heiligen Geist und begeistert so auch seine Zuhörer. Er wählt seine Worte mit Bedacht und lässt sich dabei von Gottes Weisheit führen. Besonders stark finde ich aber seinen letzten Satz: „Er [Gott] wird euch helfen, umzukehren und euer Leben zu ändern.“ (V. 26b) Ich glaube, solch ein Abschlusssatz würde so mancher Predigt guttun, oder? Vielleicht haben dir Prediger oder Pastoren etwas anderes mitgegeben, aber tatsächlich ist es allein Gottes Kraft, aus der wir unser Leben ändern und Jesus ähnlicher werden können. Gott erwartet niemals, dass wir Menschen das aus uns selbst heraus schaffen. Ich möchte dich heute einfach ermutigen, dass du nicht an dir selbst verzweifeln musst! Wenn du dir vorgenommen hast, eine Sucht loszulassen, von bestimmten Dingen frei zu werden - du selbst kannst dir nicht helfen, doch Gott möchte dir helfen. Und du darfst ihn darum bitten!