STAYONFIRE

Impuls

Immer wieder ein "Plot Twist"

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Apostelgeschichte

Kapitel 7, Vers 1–​16

Die Verteidigungsrede von Stephanus

1Der Hohepriester fragte Stephanus: »Stimmt es, was die Männer hier von dir behaupten?« 2Stephanus antwortete: »Hört mich an, liebe Brüder und Väter unseres Volkes! Gott, dem alle Ehre zukommt, erschien unserem Vater Abraham in Mesopotamien, noch ehe Abraham nach Haran gezogen war. 3Gott forderte ihn auf: ›Verlass deine Heimat und deine Verwandten und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!‹ 4So verließ Abraham das Land der Chaldäer und wohnte in Haran. Als sein Vater gestorben war, zog er von dort weiter, und Gott brachte ihn hierher, wo ihr jetzt wohnt. 5Zwar gab Gott ihm hier kein eigenes Land – nicht einmal einen Fußbreit –, doch er sagte zu ihm, dass ihm und seinen Nachkommen einmal das ganze Land gehören würde. Zu der Zeit aber hatte Abraham noch keine Kinder! 6Gott sagte zu ihm: ›Deine Nachkommen werden in einem fremden Land heimatlos sein. Vierhundert Jahre wird man sie als Sklaven ausbeuten, und sie werden viel leiden müssen.‹ 7Aber Gott versprach Abraham auch: ›Ich werde das Volk bestrafen, das sie so lange unterdrückt. Dann werden deine Nachkommen das fremde Land verlassen und mir hier dienen.‹ 8Damals schloss Gott mit Abraham den Bund, dessen Zeichen die Beschneidung ist. Als später Isaak geboren wurde, beschnitt ihn sein Vater Abraham deshalb am achten Tag nach der Geburt. Auch Isaak befolgte diese Ordnung, und sein Sohn Jakob hielt es ebenso mit seinen zwölf Söhnen, unseren Stammvätern. 9Weil aber Jakobs Söhne auf ihren Bruder Josef neidisch waren, verkauften sie ihn als Sklaven nach Ägypten. Doch Gott stand Josef bei 10und half ihm jedes Mal, wenn er in Not geriet. So konnte Josef die Gunst des ägyptischen Königs, des Pharaos, gewinnen. Wegen der ungewöhnlichen Weisheit, die Gott ihm gegeben hatte, wurde Josef vom Pharao schließlich zum Verwalter über ganz Ägypten und den Königshof eingesetzt. 11Dann aber brach in Ägypten und Kanaan eine Hungersnot aus. Die Not war so groß, dass auch unsere Vorfahren nichts mehr zu essen hatten. 12Als Jakob erfuhr, dass es in Ägypten noch Getreide gab, schickte er seine Söhne, unsere Stammväter, in dieses Land. 13Bei ihrer zweiten Reise nach Ägypten gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen. Nun erfuhr der Pharao noch mehr über Josefs Familie. 14Josef ließ seinen Vater Jakob und alle seine Verwandten nach Ägypten kommen, insgesamt fünfundsiebzig Menschen. 15So kam Jakob nach Ägypten. Er und alle unsere Vorfahren lebten dort bis zu ihrem Tod. 16Später wurden ihre Gebeine nach Sichem überführt und in dem Grab beigesetzt, das Abraham von Hamors Nachkommen erworben hatte.

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Stephanus wurde für seinen Glauben an Jesus angeklagt. Seine Verteidigungsrede, von der wir heute den ersten Teil lesen, war ein klares Statement: "Ich weiß, dass Gott zu mir steht, auch wenn alle gegen mich stehen." Stephanus umriss in seiner Rede die Geschichte Israels und die Art, wie Gott seine Propheten immer wieder zu seinem Volk gesandt hat, die aber mit starken Problemen und Anfeindungen zu kämpfen hatten.

Wenn du das Alte Testament noch nicht gelesen hast, dann ist die Rede von Stephanus ein super Kurzüberblick für die Geschichte Israels mit Gott im ersten Teil der Bibel. Darüber hinaus steckt in jedem Vers auch für uns heute eine klare Ermutigung: Gott hält sein Wort. So, wie er das Versprechen an Abraham oder Josef hielt, tut er es auch heute für uns. Wir sind und bleiben Gottes Kinder, wenn wir eine Entscheidung für Jesus Christus als unseren Herrn und Retter getroffen haben, auch wenn wir scheitern oder wenn das eigene Leben so gar nicht danach aussieht, dass Gott hilft.

Am Ende wirkt Gott alles zum Besten für seine Kinder. So wie bei Josef, der erst von seiner Familie verraten wurde und dann auch in Ägypten viel erleiden musste. Doch Josef stieg in der Hierarchie Ägyptens auf und konnte seine Familie deswegen sogar in einer großen Hungersnot versorgen.

"Gott stand Josef bei und half ihm jedes Mal, wenn er in Not geriet." [9-10]

Gott schreibt die krassesten Geschichten. Nicht selten mit einem ordentlichen "Plot Twist". Und das bis heute.