STAYONFIRE

Impuls

Da tut sich was

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

1. Mose

Kapitel 41, Vers 14–​24

DER TRAUM DES PHARAO

14Sofort ließ der Pharao Josef aus dem Gefängnis holen. Josef rasierte sich, zog neue Kleider an und trat vor den Pharao. 15»Ich habe etwas geträumt«, begann der König, »und keiner kann mir sagen, was es bedeutet. Aber ich habe erfahren, dass du Träume auslegen kannst, sofort nachdem du sie gehört hast.« 16»Ich selbst kann das nicht«, erwiderte Josef, »aber Gott wird dir sicher eine gute Antwort geben!« 17Der Pharao begann: »In meinem Traum stand ich am Nilufer. 18Da stiegen sieben schöne, wohlgenährte Kühe aus dem Fluss. Sie weideten im Ufergras. 19Nach ihnen kamen sieben hässliche Kühe aus dem Nil. Sie waren dürr und abgemagert – noch nie habe ich in Ägypten so erbärmliche Kühe gesehen! 20Die mageren fraßen die sieben dicken Kühe auf, 21aber es half ihnen nichts. Sie blieben genauso dünn wie vorher! Ich wachte auf, 22dann schlief ich wieder ein und träumte, dass an einem Halm sieben volle, reife Ähren wuchsen. 23Danach wuchsen sieben kümmerliche heran, vom heißen Wüstenwind verdorrt. 24Sie verschlangen die sieben vollen Ähren. Ich erzählte alles meinen Wahrsagern, aber keiner wusste eine Deutung.«

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Wie muss es für Josef gewesen sein, als sein Name erklang? "Josef! Der Pharao ruft nach dir!" – "Endlich! Da tut sich was!", dachte Josef wahrscheinlich. "Jetzt holt mich mein Herr hier heraus." Selbst wenn es damals scheinbar eine Selbstverständlichkeit war, finde ich es ebenso metaphorisch bedeutsam, dass Josef sich voller Erwartung für die Begegnung mit dem Pharao frisch macht. Gehen wir heutzutage mit gleicher Erwartung in neue Lebensphasen bzw. -momente, auch wenn wir nicht wissen, was kommt?

Der Pharao wollte von Josefs Begabung, Träume zu deuten, Gebrauch machen. Als Josef die Bitte des Pharaos vernahm, blieb er ruhig und entspannt: "»Ich selbst kann das nicht«, erwiderte Josef, »aber Gott wird dir sicher eine gute Antwort geben!«" [16] "Der Herr wird’s machen. So, wie er es schon so oft getan hat", entsann sich Josef vermutlich. "Es ist nicht meine Kraft, sondern seine." So nimmt der Abschnitt weiter seinen Lauf und der Pharao erzählte Josef seine Träume.

Je mehr ich über Josef erfahre, desto mehr fasziniert mich sein Glaube. Genau das möchte ich auch! Diese erwartungsvolle Bereitschaft in Verbindung mit diesem tiefen Gottvertrauen. Es wirkt so, als wäre Josef angekommen. Bei Gott und sich selbst. Er musste niemandem etwas beweisen. Gott war mit ihm und das reichte. Im nächsten Abschnitt werden wir noch mehr davon lesen.