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Josef aus der Bibel - Was wir heute noch von ihm lernen können

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung
Josef aus der Bibel - Was wir heute noch von ihm lernen können

Josef wurde von seinen Brüdern als Sklave nach Ägypten verkauft.

Am Ende war er der Stellvertreter des Pharaos. Es ist die Geschichte eines Mannes, der durch Aufrichtigkeit und Gottvertrauen einen der steilsten Aufstiege der gesamten Bibel erlebte. Am höchsten Punkt seines Lebens angekommen, vergab er seinen Brüdern das, was sie ihm am tiefsten Punkt seines Lebens angetan hatten.

Die Geschichte von Josef beginnt in 1. Mose 37 und geht bis zu seinem Tod in 1. Mose 50. Es ist eine bewegende, mitreißende, lehrreiche und tiefgründige Geschichte und eine meiner Lieblingsgeschichten. Wenn du sie noch nicht gelesen hast, empfehle ich dir wärmstens, dies zu tun. Und wenn du sie gelesen hast, empfehle ich dir, sie immer wieder zu lesen.

In dieser Geschichte stecken wahre Schätze. Einige davon möchte ich dir zeigen:

Umgang mit Verletzungen

Die meisten von uns haben bereits Verletzungen in zwischenmenschlichen Beziehungen erlebt. Besonders schmerzhaft sind sie, wenn sie in der eigenen Familie geschehen. Josef wurde von seinen eigenen Brüdern verraten und musste lernen, mit diesen Verletzungen umzugehen.

Berufung

Es ist die eine Sache, von Gott einen klaren Auftrag zu bekommen und diesem zu folgen. Doch es ist eine ganz andere Sache, Gottes Berufung für sich selbst im Chaos der eigenen Umstände zu entdecken. Josef lebte in seiner Berufung, selbst am tiefsten Punkt seines Lebens.

Unser Einsatz und Gottes Gunst

Diese Dinge werden oft gegeneinander ausgespielt. Josef brachte sie zusammen. Er war fleißig, gewissenhaft und intelligent. Doch es waren nicht seine Fähigkeiten, die ihn so erfolgreich machten. Es war die Gunst Gottes, die ihn zu einer Person werden ließ, die unersetzlich war.

Wüstenzeiten

Nach dem ersten Hype erlebte Josef im Gefängnis eine lange „Wüstenzeit“. Eine Zeit, in der die Gefahr bestand, alles infrage zu stellen.

„War das bisher Erreichte nur Zufall? Meint es Gott wirklich gut mit mir? Hat Gott wirklich gesagt, dass ...?“

Die Zeit im Gefängnis war vielleicht die längste Geduldsprobe für Josef. Lerne von ihm.

Aufrichtigkeit

Josef wurde zu Unrecht eingesperrt. Doch als Josef nach langer Zeit das Gefängnis verließ, war er nicht verbittert. Er hatte sein Herz und seine Aufrichtigkeit bewahrt. Er ging seinen Weg im Vertrauen auf seinen Gott weiter. Ich kann mir vorstellen, dass ihm das nicht immer leichtfiel. Furchtlosigkeit

Nach dem tiefen Tal ging es wieder steil bergauf, bis er schließlich Stellvertreter des Pharaos wurde. Was mich dabei so fasziniert, ist, dass Josef keine Angst hatte, Verantwortung zu übernehmen. Das ist ein Punkt, den wir in unserer heutigen Zeit von Josef ganz neu lernen können: Verantwortung zu übernehmen. Sich nicht zu überschätzen, doch auch nicht zu unterschätzen. Schließlich haben wir Gott an unserer Seite.

Vergebung

Als Josef zum ersten Mal seine gesamte Familie wiedersah, musste er weinen. Doch die Geschichte, die mit Verrat und Verletzung begann, endete mit Vergebung und Versöhnung. Das ist so groß und tief zugleich, dass es einen einfach sprachlos zurücklässt.

Alles in allem ist die Geschichte von Josef für mich ein Beispiel für ein Leben, in dem Gott an erster Stelle steht. Auch wenn die Umstände dich unter Wasser drücken, Gott ist wie die Luft, die dich immer wieder hochzieht. Auch wenn das Leben dich zurückwerfen will. Josefs Leben ist der Beweis: Stellst du Gott an die erste Stelle, holst du wieder auf.

Vielleicht anders als Josef, doch im Kern göttlich.