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Impuls

Treue zahlt sich aus

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Mose

Kapitel 39, Vers 6–​18

POTIFARS FRAU UND JOSEF

6Potifars Vertrauen wuchs: Er ließ Josef freie Hand und kümmerte sich selbst um nichts mehr, außer um seine eigenen Speisen. Josef sah sehr gut aus. 7Darum hatte auch Potifars Frau mittlerweile ein Auge auf ihn geworfen. »Schlaf mit mir!«, forderte sie ihn auf. 8Aber Josef weigerte sich: »Du weißt doch: Mein Herr braucht sich im Haus um nichts zu kümmern – alles hat er mir anvertraut. 9Ich habe genauso viel Macht wie er. Nur dich hat er mir vorenthalten, weil du seine Frau bist. Wie könnte ich da ein so großes Unrecht tun und gegen Gott sündigen?« 10Potifars Frau ließ nicht locker. Jeden Tag redete sie auf Josef ein, er aber hörte nicht darauf und ließ sich nicht von ihr verführen. 11Einmal kam Josef ins Haus, um wie gewöhnlich seine Arbeit zu tun. Von den Sklaven war gerade niemand anwesend. 12Da packte sie ihn am Gewand. »Komm mit mir ins Bett!«, drängte sie. Josef riss sich los, ließ sein Gewand in ihrer Hand und floh nach draußen. 13-14Potifars Frau schrie auf, rief nach ihren Dienern und zeigte ihnen Josefs Gewand. »Seht«, rief sie, »mein Mann hat uns einen Hebräer ins Haus gebracht, der jetzt mit uns umspringt, wie er will! Er wollte mich vergewaltigen, aber ich habe laut geschrien. 15Da lief er schnell davon, doch dieses Gewand hat er bei mir zurückgelassen!« 16Sie behielt Josefs Gewand und wartete, bis ihr Mann nach Hause kam. 17Ihm erzählte sie dieselbe Geschichte und hielt ihm vor: »Dieser hebräische Sklave, den du ins Haus geholt hast, kam zu mir und wollte seinen Spaß mit mir haben. 18Als ich laut zu schreien anfing, ließ er von mir ab und rannte hinaus. Doch sein Gewand blieb bei mir liegen – schau her!«

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Josef benahm sich redlich. Er war seinem Herrn Potifar dankbar für all die Güte, die dieser ihm entgegenbrachte. Er wollte das Beste aus der Situation machen, in der er eben war: als Sklave in Ägypten von seinen eigenen Brüdern verkauft. Doch nun war er zum Hausverwalter des Pharaos aufgestiegen und genoss große Gunst und Segen von Gott. In der Versuchung, mit der Frau von Potifar zu schlafen, blieb er Gott treu. Er wusste, dass es falsch war, dies zu tun, und widerstand, obwohl die Frau Potifars nicht lockerließ.

Die Treue Josefs wurde scheinbar nicht belohnt. Die Frau Potifars ließ sich aus Frust und Beleidigung Josef gegenüber eine List einfallen und stellte Josef so dar, als wolle dieser sie gar vergewaltigen. In den nächsten Tagen werden wir lesen, welche Folgen diese Lüge für Josef haben würde.

Gut, das ist eine krasse Situation! Aber auch sonst kennen wir es vielleicht in kleineren Dingen, dass unsere Treue Gott gegenüber von Menschen nicht immer belohnt wird. Wenn wir nicht bei allem mitmachen, sondern unsere Meinung nach der Bibel ausrichten, ernten wir Hohn und Spott und vielleicht auch so manche fiese Aktion durch andere Menschen. Lass dich heute ermutigen: Gott ist das nicht fremd! Nicht umsonst steht auch diese Geschichte in seinem Wort. Gott sieht deine Treue! Und Gott hilft dir, wie er auch Josef helfen würde …