Apostelgeschichte
Kapitel 6, Vers 8–15
STEPHANUS VOR GERICHT
8Stephanus vollbrachte öffentlich durch Gottes Gnade und Kraft große Zeichen und Wunder. 9Eines Tages verwickelten ihn Anhänger einer jüdischen Gemeinde, die sich die »Freigelassenen« nannten, in ein Streitgespräch. Auch Leute aus Kyrene, Alexandria, Zilizien und der Provinz Asia beteiligten sich daran. 10Aber keiner von ihnen hatte der Weisheit, mit der er sprach, etwas entgegenzusetzen, denn in ihm wirkte der Heilige Geist mit seiner Kraft. 11Deshalb stifteten sie ein paar Leute zu der Behauptung an: »Er hat Gott gelästert und Mose beleidigt. Wir haben es selbst gehört.« 12Dadurch gelang es ihnen, das Volk, seine führenden Männer und die Schriftgelehrten so aufzuwiegeln, dass sie über Stephanus herfielen und ihn vor den Hohen Rat schleppten. 13Dort traten Zeugen gegen Stephanus auf, die man vorher bestochen hatte. »Dieser Mensch«, so behaupteten sie, »wendet sich in seinen Reden ständig gegen den heiligen Tempel und das Gesetz Gottes. 14Wir haben selbst gehört, dass er gesagt hat: ›Jesus aus Nazareth wird den Tempel abreißen und die Ordnungen ändern, die Mose uns gegeben hat.‹« 15Die Mitglieder des Hohen Rates blickten gespannt auf Stephanus, und jedem fiel auf, dass sein Gesicht aussah wie das eines Engels.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →An den Worten und Taten des Stephanus kann nichts Schlechtes gefunden werden - also erfinden seine Feinde einfach ein paar Lügen und falsche Behauptungen über ihn und, als sei das nicht schon genug, sie bestechen auch noch Leute, als falsche Zeugen gegen ihn aufzutreten. Doch vor Gericht fällt selbst dem Hohen Rat, also den Richtern, auf, dass dieser Stephanus ein ganz besonderer Mann ist, durch den eine ganz besondere Kraft strahlt und von dem eine ganz besondere Macht ausgeht. Die Zeichen und Wunder, die Gott durch ihn bewirkte, seine göttliche Weisheit und jetzt auch sein Äußeres, welches wie das eines Engels war, bestätigen all dies.
Stephanus hat tatsächlich alles richtig gemacht, so stellt ihn die Apostelgeschichte vor. Er lebte und wirkte durch Gottes Gnade und Kraft und seine Weisheit war die des Heiligen Geistes. Und dennoch steckt er gerade ganz schön in Schwierigkeiten. Wenn uns diese Geschichte eines erneut vor Augen führt, dann Folgendes: Wenn du und ich an Jesus glauben und wirklich alles dafür tun, auf seinen Wegen zu gehen und seinen Plan für unser Leben zu erfüllen, wird dies nicht zwangsläufig zu einem friedlichen und unkomplizierten Leben führen. Ganz im Gegenteil. Gott hat Feinde. Und deshalb werden auch seine Nachfolger diese Feinde haben. Je nachdem, wie mächtig diese Feinde Gottes in dem Land, in dem wir leben, oder generell in unseren Leben sind, die Auswirkungen auf uns können unterschiedlich stark sein. Aber in all dem ist Gott mit uns. Er ist mit dabei. Immer. Gott war so sehr bei Stephanus, auch jetzt vor Gericht, dass unserem Gott die Geschichte des Stephanus sogar so viel bedeutete, dass er sie in sein Wort, die Bibel, aufnehmen ließ.