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Impuls

Gott verwendet das Verworfene

Jan Hoyervon Jan Hoyer
Glaubensleben

Apostelgeschichte

Kapitel 7, Vers 30–​43

Gott schreibt seine Geschichte

30Vierzig Jahre vergingen. Da erschien ihm in der Wüste am Berg Sinai ein Engel im Feuer eines brennenden Dornbusches. 31Mose sah die Flamme und wunderte sich über die seltsame Erscheinung. Als er aber näher herantrat, um genau hinzuschauen, hörte er die Stimme des Herrn: 32›Ich bin der Gott deiner Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.‹ Mose zitterte vor Angst und wagte nicht hinzusehen. 33Aber der Herr sprach weiter zu ihm: ›Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden! 34Ich habe gesehen, wie schlecht es meinem Volk in Ägypten geht, und ich habe auch gehört, wie sie über ihre Unterdrückung stöhnen. Nun bin ich herabgekommen, um sie zu retten. Darum geh, ich sende dich zurück nach Ägypten!‹ 35Gott sandte also gerade den Mann als Anführer und Befreier zu den Israeliten, den sie mit den Worten abgewiesen hatten: ›Wer hat dich zu unserem Aufseher und Richter gemacht?‹ Er beauftragte Mose durch den Engel, der ihm im brennenden Dornbusch erschien, 36und Mose führte das Volk aus Ägypten. Überall vollbrachte er Zeichen und Wunder: in Ägypten, am Roten Meer und während der vierzig Jahre in der Wüste. 37Mose war es auch, der zum Volk Israel sagte: ›Einmal wird euch der Herr, euer Gott, einen Propheten wie mich senden, einen Mann aus eurem Volk.‹ 38Dieser Mose wurde zum Vermittler zwischen unserem Volk und dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm sprach. Er empfing Gottes Weisungen, die zum Leben führen, und bekam den Auftrag, sie uns zu übermitteln. 39Aber unsere Vorfahren wollten nicht auf ihn hören. Sie trauerten dem Leben in Ägypten nach und lehnten sich sogar gegen Mose auf, als er auf dem Berg Sinai war. 40Von seinem Bruder Aaron verlangten sie: ›Los, mach uns Götterfiguren! Sie sollen uns voranziehen und den Weg zeigen. Wer weiß, was diesem Mose zugestoßen ist, der uns aus Ägypten herausgeführt hat!‹ 41Daraufhin machten sie sich ein Stierkalb, das ihr Gott sein sollte. Als es fertig war, feierten sie ein Fest zu Ehren ihres selbst gemachten Götzen und brachten ihm ihre Opfer. 42Da wandte sich Gott von ihnen ab und überließ sie ihrem Schicksal. So kam es, dass sie die Sonne, den Mond und die Sterne verehrten, wie es im Buch der Propheten steht: ›Ihr Israeliten, als ihr vierzig Jahre in der Wüste umhergezogen seid, habt ihr mir da Schlachtopfer und Speiseopfer dargebracht? 43Nein, ihr habt das Zelt des Götzen Moloch und den Stern des Götzen Räfan vor euch hergetragen. Diese Götter habt ihr euch selbst gemacht, um sie anzubeten. Darum lasse ich euch in die Gefangenschaft ziehen, noch weit über Babylon hinaus.‹

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Stephanus stand vor dem Hohen Rat, der religiösen Elite der damaligen Zeit, und sollte sich und seinen Glauben an Jesus erklären. Dabei kam er auch auf Mose und die Parallelen zu Jesus zu sprechen. Mose, der bei den Juden als größter Prophet galt, war ebenso zunächst von seinen damaligen Landsleuten verworfen worden.

"Sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter eingesetzt?" [35]

Genau dieser "Verworfene" wurde dann von Gott als Leiter und Erlöser für sein Volk eingesetzt. Er tat die größten Wunder und empfing sogar das Gesetz von Gott direkt. Doch selbst dann rebellierte das Volk noch, und es wollte im Herzen schon wieder nach Ägypten zurückkehren.

Stephanus zeigte durch diese Parallelen auf, dass die religiöse Elite genau dasselbe auch mit Jesus tat. Die religiöse Elite hatte Jesus verworfen, obwohl er am Ende derjenige ist, der sie aus der Gefangenschaft der Sünde (= Ägypten) in wahre Freiheit (= das verheißene Land) führen kann. Er ist der vom Vater Gesandte und Erwählte. Doch genau das wollte der Hohe Rat nicht wahrhaben.

Ich finde es so inspirierend zu sehen, wie Stephanus den Hohen Rat konfrontierte. Gleichzeitig muss ich mich auch selbst fragen: Sind da Dinge in meinem Leben, die ich konfrontieren muss, wo der einfachere, aber falsche Weg zurück in das Bekannte führt? Oder muss ich andere damit konfrontieren, dass Jesus tatsächlich der einzige Weg zur Rettung ist?