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Innerlich frei

Fiona Pfeifervon Fiona Pfeifer
Hoffnung

Apostelgeschichte

Kapitel 24, Vers 10–​23

Paulus verteidigt sich vor Felix

10Auf einen Wink des Statthalters stand Paulus auf und sagte: »Weil ich weiß, dass du seit vielen Jahren Richter für dieses Volk bist, will ich mich gern vor dir verantworten. 11Wie du leicht nachprüfen kannst, bin ich erst vor zwölf Tagen nach Jerusalem gekommen, um im Tempel zu beten. 12Dabei habe ich weder im Tempel noch in den Synagogen oder in der Öffentlichkeit mit jemandem gestritten oder gar einen Aufstand unter dem Volk angezettelt. 13Deshalb gibt es auch keinerlei Beweise für die Anklagen, die gegen mich vorgebracht wurden. 14Dies eine bekenne ich allerdings offen: Ich diene dem Gott unserer Vorfahren, und zwar nach der Glaubensrichtung, die sie für eine Sekte halten. Ich glaube alles, was im Gesetz von Mose und in den Propheten steht. 15Wie meine Ankläger hier habe ich die Hoffnung, dass Gott alle Menschen vom Tod auferwecken wird – sowohl die Menschen, die nach seinem Willen gelebt haben, als auch die anderen, die nichts von ihm wissen wollten. 16Deshalb bemühe ich mich auch, immer ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen zu haben. 17Nachdem ich viele Jahre nicht in Jerusalem gelebt habe, bin ich nun zurückgekehrt, um eine Geldspende für mein Volk zu übergeben und um Gott im Tempel ein Opfer darzubringen. 18Ich war gerade dabei, mich auf das Reinigungsopfer vorzubereiten – unauffällig und ohne jedes Aufsehen –, da erkannten mich 19einige Juden aus der Provinz Asia. Sie müssten eigentlich hier vor dir als Ankläger auftreten, wenn wirklich etwas gegen mich vorzubringen wäre! 20Oder lass dir von den hier Anwesenden sagen, welche Verbrechen sie mir vorwerfen konnten, als ich vor dem Hohen Rat stand. 21Es kann lediglich der Satz gewesen sein, den ich allen Versammelten zurief: ›Weil ich an die Auferstehung der Toten glaube, werde ich heute von euch angeklagt!‹« 22Felix, der über den Glauben der Christen viel wusste, vertagte daraufhin die Verhandlung und sagte: »Wenn der Kommandant Lysias hier ist, werde ich die Sache entscheiden!« 23Paulus wurde weiterhin gefangen gehalten. Aber Felix wies den verantwortlichen Hauptmann an, die Haft zu mildern. Außerdem durften Angehörige und Freunde Paulus versorgen.

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Paulus stand vor Felix. Er wurde beschuldigt, angegriffen, in ein falsches Licht gestellt. Und dennoch blieb er ruhig und klar.

Er sagte: "Es gibt keinerlei Beweise für die Anklagen, die gegen mich vorgebracht wurden." [13]

Und dann benannte er, was ihn innerlich trug:

"Wie meine Ankläger hier habe ich die Hoffnung, dass Gott alle Menschen vom Tod auferwecken wird (…). Deshalb bemühe ich mich auch, immer ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen zu haben." [15-16]

Äußerlich erlebte Paulus Ungerechtigkeit. Und die Situation wurde nicht gelöst. Im Gegenteil: Er blieb weiterhin in Haft, obwohl nichts gegen ihn vorlag.

Doch innerlich war er scheinbar frei. Wie konnte das sein? Weil er sein Leben nicht an den Menschen ausrichtete, sondern an Gott. Nicht an der aktuellen Situation, sondern an der zukünftigen Auferstehung. Das gab ihm einen anderen Maßstab: "Ich lebe vor Gottes Augen – nicht vor der Meinung der Menschen."

Vielleicht kennst du das: Du wirst missverstanden, übergangen oder unfair behandelt. Paulus zeigte uns: Wir müssen nicht alles sofort klären oder auf unserem Recht beharren. Wir dürfen treu leben – auch wenn es uns heute etwas kostet.

Denn Jesu Auferstehung ist die Zusage: Gott sieht. Gott richtet. Ungerechtigkeit hat nicht das letzte Wort.

Wo erlebst du gerade Ungerechtigkeit? Was würde sich verändern, wenn du sie im Licht der Auferstehung betrachtest?