Johannes
Kapitel 7, Vers 1–9
ZEIG, WAS DU KANNST!
1Danach zog Jesus weiter durch Galiläa. In Judäa wollte er sich nicht aufhalten, weil die führenden Männer der Juden dort seinen Tod beschlossen hatten. 2Kurz vor dem jüdischen Laubhüttenfest aber 3forderten ihn seine Brüder auf, mit ihnen nach Judäa zu gehen: »Komm mit und zeig deinen Anhängern dort, welche Wunder du tun kannst! 4Kein Mensch versteckt sich, wenn er bekannt werden will. Wenn du schon Wunder vollbringst, dann tu es vor aller Welt!« 5So konnten seine Brüder nur reden, weil auch sie nicht an ihn glaubten. 6Jesus antwortete ihnen: »Jetzt kann ich noch nicht dorthin gehen, weil meine Zeit noch nicht gekommen ist. Ihr könnt gehen und tun, was ihr wollt. 7Denn die Welt hat ja keinen Grund, euch zu hassen. Aber mich hasst sie, weil ich ihr böses Tun beim Namen nenne. 8Geht ihr nur zum Fest! Ich komme diesmal nicht mit. Denn die Zeit zum Handeln ist für mich noch nicht da.« 9Das sagte er zu seinen Brüdern und blieb in Galiläa.
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Weitere Infos →Jesu Brüder hätten in einer Marketingabteilung anfangen können. Vor ihnen lag ein großes Fest, welches in ihren Augen eine super Möglichkeit darstellte, Jesu Bekanntheitsgrad einen kleinen Boost zu geben. "»Komm mit und zeig deinen Anhängern dort, welche Wunder du tun kannst! Kein Mensch versteckt sich, wenn er bekannt werden will." [4] Doch Jesus ist von etwas anderem getrieben: Gottes Timing und seiner Botschaft. Da seine Zeit, wie er selbst sagte, "noch nicht gekommen" [6] war, hielt er sich noch zurück. Zudem war es nicht sein Anliegen, der religiösen Elite Honig um den Mund zu schmieren. Seine Worte würden anstoßen.
Was kann uns das für unser Leben sagen? Unsere Gesellschaft ist nicht selten von der Angst getrieben, etwas zu verpassen. Dabei geht es oft um Erfolg, Einfluss und Geld. Man möchte dazugehören. Social Media lässt einen zum potenziellen Influencer werden. Vielleicht ist es heute kein Laubhüttenfest, sondern eher die Markierung oder der Repost einer bekannten Person. Vielleicht auch ein "exklusives Gathering". Wer weiß.
Jesus war da anders. Einerseits jagte er keinem irdischen Einfluss nach. Andererseits vertraute er auf Gottes Timing. Er musste niemandem etwas beweisen. Deshalb ging er auch nicht auf die Angst seiner Brüder ein, mit dem Laubhüttenfest eine Chance zu verpassen. Er vertraute seinem himmlischen Vater. Du auch?