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Impuls

Leben wir in der Endzeit?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

Lukas

Kapitel 21, Vers 7–​19

DIE ZUKUNFT DER WELT

7Die Jünger fragten ihn: »Lehrer, wann wird das geschehen? Welches Ereignis wird ankündigen, dass diese Dinge bevorstehen?« 8Jesus antwortete: »Lasst euch von keinem Menschen täuschen und verführen! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und von sich behaupten: ›Ich bin es – der Retter, auf den ihr wartet!‹ Und sie werden verkünden: ›Jetzt ist die Zeit gekommen!‹ Lauft ihnen nicht nach! 9Ihr werdet von Kriegen und Unruhen hören. Aber lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das alles muss geschehen, aber das Ende kommt noch nicht sofort danach.« 10Dann sagte er zu ihnen: »Ein Volk wird gegen das andere kämpfen und ein Königreich das andere angreifen. 11Es wird schwere Erdbeben geben und in vielen Teilen der Welt Hungersnöte und Seuchen. Schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel werden gewaltige Erscheinungen zu sehen sein. 12Aber noch bevor sich das alles ereignet, wird man euch verfolgen. Nur weil ihr zu mir gehört, werden sie euch festnehmen, in den Synagogen vor Gericht stellen und euch ins Gefängnis werfen. Ja, vor Königen und Machthabern werdet ihr verhört werden. 13Aber dadurch habt ihr Gelegenheit, meine Botschaft zu bezeugen. 14Denkt daran: Ihr sollt nicht schon vorher darüber nachgrübeln, wie ihr euch vor Gericht verteidigen könnt. 15Denn ich selbst werde euch Weisheit geben und euch zeigen, was ihr sagen sollt. Dem werden eure Gegner nicht widersprechen können. 16Selbst eure nächsten Angehörigen, eure Eltern, Geschwister, Verwandten und Freunde werden euch verraten und euch verhaften lassen. Einige von euch wird man in den Tod schicken. 17Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. 18Aber ohne Gottes Willen wird euch kein Haar gekrümmt werden. 19Bleibt standhaft, dann gewinnt ihr das ewige Leben.«

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Geschockt von dem, was Jesus gesagt hatte (der Tempel würde zerstört werden, vgl. V. 5-6), stellten die Jünger Jesus die Frage, wann das alles geschehen würde. "Welches Ereignis wird ankündigen, dass diese Dinge (u. a. die Tempelzerstörung) bevorstehen?" (V. 7) Daraufhin beschrieb Jesus sehr deutlich, was geschehen würde: Falsche Lehrer würden auftreten, Kriege, Unruhen, Erdbeben, Hungersnöte, Seuchen würden geschehen, gewaltige Zeichen würden am Himmel zu sehen sein, Verfolgung, Widerstand und Anfechtung würden für die Christen auf der Tagesordnung stehen. Vor Königen und Machthabern würden sie sich für ihren Glauben rechtfertigen müssen.

Die spannende Frage ist nun, welche Bedeutung diese Prognosen für uns heute haben. Der Tempel wurde tatsächlich ungefähr 35 bis 40 Jahre später, also 70 n. Chr., zerstört. Dabei wage ich zu behaupten, dass die Tempelzerstörung kein finales Ende, sondern vielmehr Teil eines dramatischen Beginns war. Bis heute erleben wir all diese schrecklichen Dinge, die Jesus in seiner Rede beschrieben hat.

Deshalb finde ich es etwas bedenklich, wenn wir von der Endzeit so reden, als hätte sie in unserer Generation angefangen (das meint wahrscheinlich jede Generation von sich). Ich für meinen Teil komme immer mehr zu dem Schluss, dass die Jünger schon damals dieses Endzeit-Bewusstsein hatten. Sie erwarteten das 2. Kommen Jesu zu ihren Lebzeiten. Sie waren stets wachsam. Und genau das sollten wir heute auch sein.