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Impuls

Liebe Ist Nicht Grenzenlos

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 21, Vers 23–​27

DIE VOLLMACHT VON JESUS

23 Dann ging Jesus in den Tempel und lehrte die Menschen. Noch während er sprach, stellten ihn die obersten Priester und die führenden Männer des Volkes zur Rede: »Woher nimmst du dir das Recht, so aufzutreten? Wer gab dir die Vollmacht dazu?« 24 Jesus erwiderte: »Ich will euch eine Gegenfrage stellen. Wenn ihr die beantwortet, werde ich euch sagen, wer mir die Vollmacht gegeben hat. 25 War Johannes der Täufer von Gott beauftragt zu taufen oder nicht?« Sie überlegten: »Wenn wir antworten: ›Gott hat ihn gesandt‹, dann wird er uns fragen: ›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹ 26 Wenn wir aber bestreiten, dass Gott ihn gesandt hat, bekommen wir Ärger mit dem Volk. Denn alle sind davon überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.« 27 So antworteten sie schließlich: »Wir wissen es nicht!« Darauf entgegnete Jesus: »Dann sage ich euch auch nicht, wer mir die Vollmacht gegeben hat, all diese Dinge zu tun.«

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Wenn ich mir diese Verse durchlese, dann fällt mir eines auf: Jesus markiert Grenzen. Natürlich ist er, Gott, die Liebe in Person. Aber Liebe für Menschen zu haben, bedeutet eben nicht gleichzeitig, dass man auf jede „dumme“ Frage eine Antwort geben muss. Gerade dann nicht, wenn die „dumme“ Frage dazu da ist, einen in Schwierigkeiten zu bringen, so wie es die Pharisäer mit ihrer Frage an Jesus beabsichtigten. Liebe hat also nichts mit Naivität zu tun! Liebe hat vielmehr damit zu tun, gesunde Grenzen aufzuzeigen, die dem anderen und mir selbst das Beste bringen. Das gilt sowohl für mein eigenes Leben, zum anderen zeigt es aber auch, dass Gott nicht der „Spielball meiner Gefühle“ oder mein persönlicher „Wunscherfüller“ ist. Gott ist Liebe. Und deshalb wird er auch mir Grenzen aufzeigen, die die besten für mich sind.