Markus
Kapitel 11, Vers 20–25
VON DER KRAFT DES GLAUBENS
20Als sie am nächsten Morgen wieder an dem Feigenbaum vorbeikamen, sahen sie, dass er völlig abgestorben war. 21Petrus erinnerte sich und sagte: »Rabbi, sieh doch! Der Baum, den du verflucht hast, ist vertrocknet.« 22Da antwortete Jesus: »Ihr müsst Gott ganz vertrauen! 23Ich versichere euch: Wenn ihr glaubt und nicht im Geringsten daran zweifelt, dass es wirklich geschieht, könnt ihr zu diesem Berg sagen: ›Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!‹, und es wird geschehen. 24Deshalb sage ich euch: Um was ihr auch bittet – glaubt fest, dass ihr es schon bekommen habt, und Gott wird es euch geben! 25Aber wenn ihr ihn um etwas bitten wollt, sollt ihr vorher den Menschen vergeben, denen ihr etwas vorzuwerfen habt. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben.«
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Weitere Infos →Glaube kann Berge versetzen. Ja, genau aus dieser Bibelstelle für heute stammt dieses bekannte Sprichwort. Jesus versichert den Jüngern, sie könnten mit einem Gebet das Unmögliche möglich machen – sie müssten nur genügend glauben. Was nach Magie klingt, ist alles andere als das. Denn Folgendes ist absolut wichtig zu bedenken: Die Jünger haben nicht die Kontrolle über das, was geschieht. Gott selbst hat die Kontrolle darüber, was geschehen wird – und was eben nicht. Im Okkultismus, in der Magie und Zauberei wünschen sich Menschen Dinge herbei und meinen bspw., mit dem sogenannten Gesetz der Anziehung gute Dinge magisch anziehen zu können. Sie müssten nur genügend daran glauben.
Leider habe auch ich häufiger erlebt, dass wir Christen Gebete so sprechen, als wären es Zaubersprüche. Doch genau das will der Text für heute uns nicht sagen! Der entscheidende Vers ist dieser: "Ihr müsst Gott ganz vertrauen!" (V. 22) Vertrauen meint an dieser Stelle nicht, dass man Gott zutraut, er sei dazu im Stande, meinen Wunsch zu erfüllen. Vertrauen bedeutet vielmehr, anzunehmen, dass das Gebet letztendlich nicht wegen meines großen Glaubens eintreten wird, sondern weil Gott souverän, allmächtig und die Liebe selbst ist. Gott verändert Herzen. Wer in einer vertrauensvollen Beziehung zu ihm lebt, wird Gebete sprechen, die Gottes Willen entsprechen. Und erst dieses Vertrauen versetzt die Berge.