Matthäus
Kapitel 8, Vers 28–34
Menschen werden frei
28Als Jesus am anderen Seeufer das Gebiet der Gadarener erreichte, kamen ihm zwei Männer entgegen, die von Dämonen beherrscht wurden. Sie hausten in Grabhöhlen und waren so gefährlich, dass niemand den Weg zu benutzen wagte, der dort entlangführte. 29»Was willst du von uns, du Sohn Gottes?«, fingen sie an zu schreien. »Bist du gekommen, um uns schon jetzt zu quälen?« 30In einiger Entfernung wurde eine große Schweineherde gehütet. 31Die Dämonen baten ihn: »Wenn du uns schon austreibst, dann lass uns wenigstens in diese Schweineherde fahren!« 32Jesus befahl ihnen: »Ja, fort mit euch!« Da verließen die Dämonen die beiden Männer und bemächtigten sich der Tiere. Sofort stürzte die ganze Herde den Abhang hinunter und ertrank im See. 33Die Schweinehirten ergriffen die Flucht, rannten in die Stadt und erzählten, was sie alles erlebt hatten und was mit den beiden Besessenen passiert war. 34Nun liefen alle Leute aus der Stadt Jesus entgegen. Sie baten ihn, ihre Gegend wieder zu verlassen.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →In jeder Stadt gibt es Ecken, die man lieber meiden sollte und von denen man einander erzählt, wie gefährlich es dort sei.
Genau so war es, als Jesus mit seinen Jüngern im Gebiet der Gadarener ankam. Er wurde direkt über die gefährlichen Orte aufgeklärt und vor den Menschen gewarnt, die dort lebten:
"Da geht niemand lang!" Oder mit anderen Worten: "Diese Menschen sind ohnehin schon verloren."
Die Männer, über die hier geredet wurde, waren von Dämonen besessen, lebten auf einem Friedhof und waren nicht mehr Teil der Gesellschaft.
Doch was tat Jesus? Natürlich ging er genau zu den Menschen, mit denen niemand etwas zu tun haben wollte, weil er wusste, dass sie ihn am dringendsten brauchten.
Als Jesus auf die Männer zukam, erkannten die Dämonen ihn als Gott an. Sie wussten sofort, wer er war und dass sie keine Chance gegen den großen und heiligen Jesus hätten, der da auf sie zulief.
Es war kein Kampf auf Augenhöhe, Jesus hat mehr Macht als alle dämonischen Kräfte in dieser Geschichte und in unserem Leben heute.
Der Bibeltext lehrt uns meiner Meinung nach zwei Dinge, die für mich fundamental im Glauben geworden sind:
1. Für Jesus gibt es kein "zu weit weg". Er will jedem begegnen. Selbst denen, die allein auf einem Friedhof wohnen.
2. Gott ist größer! Alle Ängste, alle Krankheiten, alle Einsamkeit werden weichen. Sie werden fliehen vor dem Gott, der auf sie zukommt. Es ist nur eine Frage der Zeit.