STAYONFIRE

Impuls

Schau auf und sieh die Felder

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

Johannes

Kapitel 4, Vers 31–​42

SAAT UND ERNTE

31Inzwischen hatten ihm seine Jünger zugeredet: »Rabbi, iss doch etwas!« 32Aber er sagte zu ihnen: »Ich habe eine Speise, von der ihr nichts wisst.« 33»Hat ihm wohl jemand etwas zu essen gebracht?«, fragten sich die Jünger untereinander. 34Aber Jesus erklärte ihnen: »Ich lebe davon, dass ich Gottes Willen erfülle und sein Werk zu Ende führe. Dazu hat er mich in diese Welt gesandt. 35Habt ihr nicht selbst gesagt: ›Es dauert noch vier Monate, dann beginnt die Ernte‹? Ich dagegen sage euch: Macht doch eure Augen auf und seht euch die Felder an! Das Getreide ist schon reif für die Ernte. 36Wer sie einbringt, bekommt schon jetzt seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben. Beide sollen sich über die Ernte freuen: wer gesät hat und wer die Ernte einbringt. 37Hier trifft das Sprichwort zu: ›Einer sät, der andere erntet.‹ 38Ich habe euch auf ein Feld geschickt, das ihr nicht bestellt habt, damit ihr dort ernten sollt. Andere haben sich vor euch abgemüht, und ihr erntet die Früchte ihrer Arbeit.« 39Viele Leute aus Sychar glaubten allein deshalb an Jesus, weil die Frau überall erzählt hatte: »Dieser Mann weiß alles, was ich getan habe.« 40Als sie nun zu Jesus kamen, baten sie ihn, länger bei ihnen zu bleiben, und er blieb noch zwei Tage. 41So konnten ihn alle hören, und daraufhin glaubten noch viel mehr Menschen an ihn. 42Sie sagten zu der Frau: »Jetzt glauben wir nicht nur deshalb an Jesus, weil du uns von ihm erzählt hast. Wir haben ihn jetzt selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt!«

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Die ganze Szene begann ursprünglich damit, dass Jesus und seine Jünger eine Mittagspause einlegen wollten. Deshalb hatten sich die Jünger auch auf den Weg gemacht, um Essen zu holen (vgl. V. 6-8). Jesu "Mittagessen" bestand jedoch darin, den Willen Gottes zu tun (vgl. V. 34). In diesem Fall ganz konkret darin, dieser Frau vom Messias zu berichten.

Er beteuerte seinen Jüngern gegenüber, dass die Zeit der Ernte bereits gekommen war: "Macht doch eure Augen auf und seht euch die Felder an!" [35] Mit anderen Worten: Seht, was Gott durch die Geschichte einer einzigen Frau getan hat! Menschen glauben und vertrauen dem Messias. Das zu sehen, war für Jesus Erfüllung genug. "Viele Leute aus Sychar glaubten allein deshalb an Jesus, weil die Frau überall erzählt hatte: »Dieser Mann weiß alles, was ich getan habe.«" [39] Scheinbar wusste ebenso die Stadt von der verrufenen Story der Frau.

Die Geschichte zeigt einmal mehr, wie Gott auf krummen Linien gerade schreiben kann. Er gebraucht die Gebrochenheit der Menschen, um etwas Schönes daraus zu kreieren. Er gebraucht Lebensgeschichten, um daraus ein kraftvolles Zeugnis zu machen. Deshalb unterschätze nicht die Kraft deiner Geschichte. Schau auf, sieh die reifen Felder und fang an, von dem zu erzählen, was Gott in deinem Leben getan hat. Es wird dich geistlich sättigen.