1. Korinther
Kapitel 4, Vers 1–7
ÜBERLASST DAS URTEIL GOTT!
1Seht in uns also Diener von Christus und Boten, denen Gott die Verkündigung seiner Geheimnisse anvertraut hat. 2Von solchen Boten verlangt man vor allem Zuverlässigkeit. 3Wie es bei mir damit steht? Mir ist es nicht so wichtig, wie ihr oder irgendein menschliches Gericht in diesem Punkt über mich urteilt. Ich maße mir auch über mich selbst kein Urteil an. 4Zwar bin ich mir keiner Schuld bewusst, aber damit bin ich noch nicht freigesprochen. Entscheidend ist allein das Urteil, das Christus, der Herr, über mich spricht. 5Deshalb urteilt niemals voreilig! Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, was jetzt noch verborgen ist, auch unsere geheimsten Wünsche und Gedanken. Dann wird Gott jeden so loben, wie er es verdient hat. 6Liebe Brüder und Schwestern, ich habe jetzt nur von Apollos und mir gesprochen. An unserem Beispiel sollt ihr lernen, was der Satz bedeutet: »Geht nicht über das hinaus, was in der Heiligen Schrift steht.« Seid nicht überheblich und spielt nicht einen von uns gegen den anderen aus! 7Woher nimmst du dir das Recht dazu? Bist du etwas Besonderes? Alles, was du besitzt, hat Gott dir doch geschenkt. Hat er dir aber alles geschenkt, wie kannst du dann damit prahlen, als wäre es dein eigenes Verdienst?
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Weitere Infos →In der damaligen Gemeinde in Korinth stieß Paulus auf ganz schön viel Konfrontation. Eine Konfrontation, die es bis heute in unserer Welt mitsamt ihren christlichen Gemeinden gibt: Menschen urteilen einfach über Menschen. Die Situation des Paulus bestand darin, dass Menschen in der Korinther Gemeinde mit Bibelversen um sich warfen und damit zeigen wollten, wie viel Tolles sie bereits von Gott verstanden hätten. Gerne dichteten sie aber einige angeblich biblische Wahrheiten hinzu, um besonders klug mit ihrem Wissen dazustehen. Sie wollten sich selbst prahlerisch in den Mittelpunkt stellen und den Apostel Paulus einfach zum Irrlehrer deklarieren. Und um das zu tun, verdrehten sie bewusst Wahrheiten aus dem Wort Gottes. Nur um am Ende als Sieger aus der Angelegenheit hervorzugehen.
Wie sieht das nun bei uns aus? Beispielsweise in Diskussionen mit anderen Christen, wie schnell urteilen du und ich über eine andere Person und meinen, sie habe doch noch gar nichts von Gott verstanden? Anstatt uns ehrlich mit der Aussage der Person zu beschäftigen und sie möglichst unvoreingenommen einfach anhand der Bibel zu prüfen?
Wie sieht es in Diskussionen mit Menschen aus, die vielleicht gar nicht an Gott glauben? Erzählen wir diesen Personen unser ganzes Wissen über die Bibel, um am Ende doch nur damit zu prahlen? Oder weil unser Herz tatsächlich dafür brennt, dass diese Person Jesus ebenfalls kennenlernen kann?