Psalm
Kapitel 101, Vers 1–8
Wie der König regieren will
1Ein Lied von David. Von Gnade und Recht will ich singen; dich, HERR, will ich mit meinem Lied preisen. 2Ich möchte aufrichtig und weise regieren – komm und hilf mir doch dabei! An meinem Hof soll nur geschehen, was ich vor dir verantworten kann. 3Auf gottlose Vorhaben lasse ich mich niemals ein. Ich hasse es, wenn Menschen deine Gebote missachten. Mir selbst soll das niemand nachsagen können! 4Ich dulde bei mir keinen Heuchler, mit Bösem will ich nichts zu tun haben. 5Wer seinen Mitmenschen heimlich verleumdet, den will ich zum Schweigen bringen. Aus meiner Nähe verbanne ich alle, die hochmütig auf andere herabsehen. 6Wer aber glaubwürdig und zuverlässig ist, nach dem halte ich Ausschau. Solche Leute hole ich mir an den Hof, Menschen mit einem guten Ruf nehme ich in meinen Dienst. 7Betrüger und Lügner aber haben nichts in meinem Palast zu suchen – sie sollen mir nicht unter die Augen kommen! 8Jeden Morgen halte ich Gericht über die Verbrecher im Land. Denn für Leute, die Unheil stiften, ist kein Platz in der Stadt des HERRN. Ich mache ihrem Treiben ein Ende!
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Weitere Infos →David, von Gott eingesetzter König in Israel, hatte eine klare Vorstellung davon, wie er das Land regieren wollte. Die Verse lesen sich wie eine Art von Checkliste, ganz nach dem Motto: "Das möchte ich umsetzen und das nicht."
Einen Fokus haben alle seine Vorhaben:
"Ich möchte aufrichtig und weise regieren – komm und hilf mir doch dabei! An meinem Hof soll nur geschehen, was ich vor dir verantworten kann." [2]
Nun sind du und ich keine Könige über ein Land. Aber auch wir tragen Verantwortung: Vielleicht leitest du einen Bereich in deiner Gemeinde. Vielleicht erzählen dir Menschen von ihren Anliegen und bitten dich um einen weisen Ratschlag. Vielleicht trägst du eine Verantwortung in deiner Schule, Uni oder bei deiner Arbeitsstelle. Vielleicht bist du auch bereits Mutter oder Vater … Verantwortungen im Leben können ganz unterschiedlich aussehen, doch der Gedanke, dass du jede von ihnen nicht allein trägst, sondern gemeinsam mit Gott, gibt Entspannung und Klarheit.
Wie wäre es, wenn du dir diese 8 Verse noch einmal durchliest und dir überlegst: Wie kann ich diese Gedanken auf meine Verantwortlichkeiten übertragen?
Der Fokus bleibt derselbe: Alles im Leben tun wir mit der Hilfe Gottes. Und unsere Taten sollten so aussehen, dass wir sie vor Gott verantworten können. So gelingt ein weises Leben.