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Impuls

Stoppe nicht bei 6

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Josua

Kapitel 6, Vers 8–​19

Israel erobert Jericho

8-9Nachdem Josua seine Anweisungen gegeben hatte, stießen die Priester in die Hörner, und alle brachen auf. An der Spitze des Zuges marschierte die ausgewählte Vorhut. Hinter ihr gingen die sieben Priester, die nun unablässig ihre Hörner bliesen, und die anderen Priester mit der Bundeslade. Den Schluss bildete das übrige Heer. 10Zuvor hatte Josua angeordnet: »Macht keinen Lärm! Verhaltet euch ganz still, bis ich euch befehle, ein lautes Kriegsgeschrei anzustimmen. Dann aber schreit, so laut ihr könnt!« 11So zogen sie mit der Bundeslade einmal um Jericho herum und kehrten anschließend wieder in ihr Lager zurück, wo sie übernachteten. 12Früh am nächsten Morgen ließ Josua sie wieder aufbrechen: Die Priester trugen die Bundeslade, 13sieben von ihnen gingen vor der Bundeslade her und bliesen immerzu die Hörner, eine Gruppe von Soldaten marschierte voraus, und alle übrigen folgten. 14Wie am Vortag zogen die Israeliten einmal um Jericho herum und kehrten dann in ihr Lager zurück. Das taten sie insgesamt sechs Tage lang. 15Am siebten Tag brachen sie bereits bei Sonnenaufgang auf und zogen wie zuvor um die Stadt herum, an diesem Tag jedoch siebenmal. 16Beim siebten Mal, als die Priester die Hörner bliesen, rief Josua seinen Männern zu: »Schreit, so laut ihr könnt! Der HERR gibt euch Jericho! 17Die ganze Stadt ist dem Untergang geweiht. Darum löscht alles aus, was ihr darin findet! Nur die Prostituierte Rahab soll am Leben bleiben und jeder, der bei ihr im Haus ist, denn sie hat unsere Kundschafter versteckt. 18Hütet euch davor, irgendetwas für euch zu behalten, worüber Gott sein Urteil verhängt hat! Sonst stürzt ihr Israel ins Unglück und bringt dieselbe Strafe über unser Volk, die ihr an Jericho vollstrecken sollt. 19Das Silber und Gold und die Gegenstände aus Bronze und Eisen gehören dem HERRN. Sie sollen in der Schatzkammer des heiligen Zeltes aufbewahrt werden.«

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Die Israeliten brachen auf, um Jericho einzunehmen. Wir lesen wenig davon, welche Stimmung unter den Israeliten herrschte. Waren sie euphorisch und optimistisch? Oder doch eher ängstlich und zweifelnd? Mit Sicherheit entwickelte sich die Stimmung während der Woche. Jeden Tag zogen sie einmal um Jericho herum. Am siebten Tag sollten sie siebenmal herumziehen.

Ich kann mir vorstellen, dass die Anzahl der "Zweifler" unter den Soldaten von Tag zu Tag zunahm und damit auch die Stimmung zu kippen drohte. Das musst du dir mal vorstellen: 6 Tage die gleiche Leier. Und dann am siebten Tag das ganze Wochenpensum noch einmal, bevor irgendetwas passieren sollte.

Wusstest du, dass die Zahl 6 in der Bibel für das menschlich Unvollkommene steht? Mit anderen Worten: für die menschliche Begrenztheit. Die Zahl 7 wiederum steht für das göttlich Vollkommene. Das finde ich interessant. Bezogen auf die Geschichte von Josua, aber auch auf unsere eigene Geschichte.

Wie oft haben wir die Tendenz, bei 6 zu stoppen? Damit meine ich, metaphorisch gesagt, unsere eigenen Anstrengungen. Wir bleiben bei unseren Möglichkeiten, anstatt die 7. Runde zu gehen bzw. Gottes Möglichkeiten einzubeziehen.

Egal, vor welcher Mauer du momentan stehst. Ich möchte dich ermutigen, nicht bei 6 zu stoppen. Bete. Rechne mit Gott. Beziehe ihn in dein Leben ein. Er kann Wunder vollbringen. Damals und so auch heute.