2. Timotheus
Kapitel 1, Vers 3–12
TREUE ZUM EVANGELIUM
3Immer wenn ich für dich bete, danke ich Gott. Ihm diene ich mit reinem Gewissen wie schon meine Vorfahren. Tag und Nacht denke ich an dich in meinen Gebeten. 4Wenn ich mich an deine Abschiedstränen erinnere, dann sehne ich mich danach, wieder bei dir zu sein. Darüber würde ich mich von Herzen freuen. 5Dankbar erinnere ich mich daran, wie aufrichtig du glaubst; genauso war es schon bei deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike. Ich bin überzeugt, dass dieser Glaube auch in dir lebt. 6Darum bitte ich dich: Lass Gottes Gabe voll in dir wirksam werden. Du hast sie bekommen, als ich dir segnend die Hände auflegte. 7Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern er erfüllt uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit. 8Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen. Halte weiter zu mir, obwohl ich jetzt für ihn im Gefängnis bin. Sei auch du bereit, für die rettende Botschaft zu leiden. Gott wird dir die Kraft dazu geben. 9Er hat uns gerettet und uns dazu berufen, ganz zu ihm zu gehören. Nicht etwa, weil wir das verdient hätten, sondern aus Gnade und freiem Entschluss. Denn schon vor allen Zeiten war es Gottes Plan, uns in seinem Sohn Jesus Christus seine erbarmende Liebe zu schenken. 10Das ist jetzt Wirklichkeit geworden, denn unser Retter Jesus Christus ist gekommen. Und so lautet die rettende Botschaft: Er hat dem Tod die Macht genommen und das unvergängliche Leben ans Licht gebracht. 11Diese Botschaft soll ich als Apostel und Lehrer bekannt machen. 12Darum hat man mich auch ins Gefängnis geworfen. Aber ich schäme mich nicht dafür, denn ich weiß genau, an wen ich glaube. Ich bin ganz sicher, dass Christus mich und all das, was er mir anvertraut hat, bis zum Tag seines Kommens bewahren wird.
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Weitere Infos →Die Zusammenarbeit von Paulus und Timotheus begann in Apostelgeschichte 16. Dort heißt es: "Nachdem Paulus die Stadt Derbe besucht hatte, erreichte er schließlich Lystra. Dort traf er Timotheus, einen Christen. Seine Mutter, auch eine Christin, war jüdischer Abstammung, sein Vater ein Grieche. In den Gemeinden von Lystra und Ikonion wurde Timotheus sehr geschätzt. Ihn nahm Paulus als weiteren Begleiter mit auf die Reise." (Apostelgeschichte 16:1-3)
Obwohl unser heutiger Abschnitt nicht in der Apostelgeschichte steht, liegt es mir auf dem Herzen, die Wurzeln dieser besonderen Freundschaft hervorzuheben. Paulus schätzte an Timotheus seine Aufrichtigkeit und Entschlossenheit. Und das von Beginn an. Er förderte, begleitete und ermutigte ihn auf dessen Weg: "Lass Gottes Gabe voll in dir wirksam werden." [6]
Es tut gut, von dieser Freundschaft zu lesen. Vielleicht weckt der Abschnitt auch in dir die Sehnsucht, Ähnliches zu erleben. Tiefe Glaubensfreundschaften, die uns das dabei helfen, das Evangelium nicht zu vergessen (vgl. V. 9-10). Hast du vielleicht bereits einen guten Freund oder eine gute Freundin, mit der du über den Glauben sprechen kannst? Wenn dem so ist, dann höre nicht auf, den Glauben in eurer Freundschaft zu verankern. Bleibt gemeinsam dran.
Wenn du dich nach einer solchen Freundschaft sehnst, dann halte mit einem betenden Herzen weiter Ausschau nach der/den richtigen Person/en. Vielleicht hat Gott bereits etwas vorbereitet.