2. Timotheus
Kapitel 3, Vers 10–13
DER LEIDENDE APOSTEL
10Du aber, Timotheus, bist bei dem geblieben, was ich dich gelehrt habe. Du hast dir mein Leben, mein Ziel, meinen Glauben zum Vorbild genommen, dazu auch meine Geduld, meine Liebe und Ausdauer. 11Du weißt, welche Verfolgungen und Leiden ich in Antiochia, in Ikonion und Lystra ertragen musste. Wie unerbittlich ist man dort gegen mich vorgegangen! Aber der Herr hat mich aus allen Gefahren gerettet. 12Tatsächlich muss jeder, der zu Jesus Christus gehört und so leben will, wie es Gott gefällt, mit Verfolgung rechnen. 13Die Verführer aber und die Betrüger werden sich immer stärker in die Sünde verstricken. Sie verführen andere und werden dabei selbst in die Irre geführt.
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Weitere Infos →Paulus war begeistert von Timotheus. Obwohl viele Menschen um ihn herum den guten Weg verlassen hatten, blieb Timotheus bei dem, was Paulus ihn gelehrt hatte (vgl. V. 10). Timotheus nahm sich Paulus selbst zum Vorbild und folgte seiner Spur. Dabei war Paulus' Lebensspur von Verfolgung, Widerständen und Leiden geprägt. Es wäre nur verständlich gewesen, wenn Timotheus sich dazu entschieden hätte, einen einfacheren Weg zu wählen. Doch das tat er nicht. Er war ebenso bereit, für Christus zu leiden.
Paulus war sogar der Überzeugung, dass "jeder, der zu Jesus Christus gehört und so leben will, wie es Gott gefällt, mit Verfolgung rechnen" [12] muss. Auch wenn wir heute in Deutschland eine friedlichere Ausgangssituation vorfinden, so ist dieser Vers für viele Christen in der Welt eine brutale Realität.
Manchmal frage ich mich, wie widerstandsfähig unser Glaube ist. Was passiert, wenn es unangenehm wird? Ich finde es so wichtig, dass wir das Evangelium nicht nur als Add-on für ein gutes Leben "verkaufen". Kein Wunder, dass sich Leute vom Glauben abwenden, wenn es dann mal etwas härter wird. Themen wie Widerstand, Leid und Verfolgung sollten ihren Platz ebenso einnehmen dürfen. All das ist tragbar in Anbetracht der Hoffnung und Perspektive, die wir geschenkt bekommen haben. Zumindest möchte ich das immer mehr verinnerlichen.