STAYONFIRE

Impuls

Trau dich, zu vertrauen!

Anna-Lena Rosevon Anna-Lena Rose
Hoffnung

Markus

Kapitel 5, Vers 21–​43

MACHT ÜBER KRANKHEIT UND TOD

21Kaum war Jesus ans andere Ufer zurückgefahren, als sich dort wieder eine große Menschenmenge um ihn versammelte. 22Da kam ein Vorsteher der jüdischen Gemeinde namens Jairus. Als er Jesus entdeckte, warf er sich ihm zu Füßen 23und flehte ihn an: »Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt!« 24Jesus ging mit ihm, dicht gefolgt von einer großen Menschenmenge. 25Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an starken Blutungen litt. 26Sie hatte sich schon von vielen Ärzten behandeln lassen, dabei sehr gelitten und ihr ganzes Vermögen ausgegeben. Aber niemand hatte ihr helfen können. Ihr Leiden war nur noch schlimmer geworden. 27Dann hatte sie von Jesus gehört. Deshalb drängte sie sich durch die Menge von hinten an ihn heran und berührte heimlich sein Gewand. 28Denn sie sagte sich: »Wenn ich wenigstens seine Kleider berühren kann, werde ich bestimmt gesund.« 29Und tatsächlich: Die Blutungen hörten sofort auf, und sie spürte, dass sie von ihrem Leiden befreit war. 30Im selben Augenblick merkte auch Jesus, dass heilende Kraft von ihm ausgegangen war. Deshalb drehte er sich um und fragte: »Wer hat mein Gewand angefasst?« 31Seine Jünger antworteten: »Du siehst doch, dass die Leute dich von allen Seiten bedrängen, und da fragst du, wer dich angefasst hat?« 32Aber Jesus blickte sich weiter um und versuchte herauszufinden, wer ihn berührt hatte. 33Die Frau war erschrocken und zitterte am ganzen Leib, denn sie wusste ja, was mit ihr geschehen war. Sie trat hervor, fiel vor ihm nieder und erzählte ihm alles. 34Jesus sagte zu ihr: »Meine Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh in Frieden. Du bist gesund.« 35Noch während er mit der Frau redete, kamen einige Leute aus dem Haus von Jairus gelaufen und sagten zu ihm: »Deine Tochter ist gestorben. Es hat keinen Zweck mehr, den Lehrer zu bemühen.« 36Jesus hörte das und sagte zu Jairus: »Verzweifle nicht! Vertrau mir einfach!« 37Er wies die Menschen zurück, die ihm folgen wollten. Nur Petrus und die Brüder Jakobus und Johannes durften ihn begleiten. 38Als sie zum Haus von Jairus kamen, sah Jesus die vielen aufgeregten Menschen und hörte ihr Weinen und lautes Klagen. 39Er ging hinein und fragte: »Weshalb macht ihr solchen Lärm? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.« 40Da lachten sie ihn aus. Jesus schickte sie alle weg; nur die Eltern und seine drei Jünger gingen mit in das Zimmer, wo das Mädchen lag. 41Dann nahm er ihre Hand und sagte: »Talita kum!« Das heißt übersetzt: »Mädchen, steh auf!« 42Da stand das zwölfjährige Kind auf und ging im Zimmer umher. Alle waren völlig fassungslos. 43Jesus verbot ihnen nachdrücklich, anderen davon zu erzählen. »Und nun gebt dem Mädchen etwas zu essen!«, sagte er.

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Was für ein krasser Text, oder? In diesem Bibeltext begegnen uns mehrere Situationen, in denen Jesus Menschen heilt und somit ihre Leben verändert. Doch in diesem Abschnitt steckt viel mehr als nur die Aussage: "Gott tut Wunder!"

Wahrscheinlich ist dir mindestens ein Fall bekannt, in dem erstmal keine Heilung geschehen ist. Ob in deinem nahen Umfeld oder in entfernteren Kreisen. Mir sind solche Fälle auch bekannt und ich bin ehrlich: So oft verstehe ich es einfach nicht. Ich verstehe nicht, nach welchem Prinzip Gott Heilung zulässt oder schenkt. Doch ich kann mich zu 100 % mit Jairus identifizieren. Wie oft kommen wir zu Gott, wollen ihn um etwas bitten und haben den Eindruck, dass nichts passiert? Wie oft haben wir für etwas gebetet, und dann war es im menschlichen Sinne einfach schon zu spät und wir haben uns gefragt: "Gott warum hast du nicht eingegriffen?"

Aber weißt du, was mich an Jairus begeistert? Sein Vertrauen. Denn ich bin ehrlich: Ich bin davon überzeugt, dass Jairus nicht unbedingt damit gerechnet hat, dass Jesus seine Tochter wieder lebendig machen kann. Doch Jairus hat trotz dieser Umstände darauf vertraut, dass Jesus in der Situation – auf welche Art und Weise auch immer – einen Unterschied machen kann. Selbst wenn Jesus nur mitgekommen wäre, um Trost zu spenden.

Jesus macht immer einen Unterschied!