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Impuls

Um Wen Geht's Hier Eigentlich?!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Korinther

Kapitel 11, Vers 17–​34

DAS ABENDMAHL FEIERN

17Was ich euch jetzt noch zu sagen habe, ist kein Lob. Wie ihr eure Gottesdienste feiert, kann ich wirklich nicht gutheißen. Sie scheinen eurer Gemeinde mehr zu schaden als zu nützen. 18Zunächst höre ich da von Uneinigkeit bei euren Versammlungen. Etwas Wahres muss wohl daran sein. 19Allerdings muss es auch zu Spaltungen unter euch kommen, denn nur so wird sichtbar, wer sich im Glauben bewährt hat. 20Was ihr in euren Gottesdiensten feiert, ist gar nicht das Mahl des Herrn. 21Denn anstatt miteinander zu teilen, isst und trinkt jeder das, was er selbst mitgebracht hat. So bleibt der eine hungrig und durstig, während der andere sich betrinkt. 22Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder bedeutet euch Gottes Gemeinde so wenig, dass ihr diejenigen geringschätzig behandelt, die arm sind und kein Essen mitbringen konnten? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch dafür auch noch loben? In diesem Punkt kann ich das ganz gewiss nicht tun! 23Denn Folgendes habe ich vom Herrn empfangen und euch überliefert: In der Nacht, in der unser Herr Jesus verraten wurde, nahm er ein Brot, 24dankte Gott dafür, brach es in Stücke und sprach: »Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder und denkt daran, was ich für euch getan habe, sooft ihr dieses Brot esst!« 25Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch mit Wein, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: »Dieser Kelch ist der neue Bund zwischen Gott und euch, der durch mein Blut besiegelt wird. Sooft ihr aus diesem Kelch trinkt, denkt an mich und an das, was ich für euch getan habe!« 26Denn jedes Mal, wenn ihr dieses Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr, was der Herr durch seinen Tod für uns getan hat, bis er kommt. 27Darum wird jeder, der gedankenlos und leichtfertig von diesem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, schuldig am Leib und am Blut unseres Herrn. 28Jeder soll sich also prüfen und erst dann von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. 29Denn wer davon nimmt, ohne zu bedenken, dass es hier um den Leib von Christus geht, der liefert sich selbst dem Gericht Gottes aus. 30Deshalb sind so viele von euch schwach und krank, und nicht wenige sind schon gestorben. 31Würden wir uns selbst prüfen, dann müsste Gott uns nicht auf diese Weise bestrafen. 32Straft uns aber der Herr, so will er uns erziehen, damit wir nicht zusammen mit der gottlosen Welt verurteilt werden. 33Darum, meine Brüder und Schwestern, nehmt aufeinander Rücksicht und teilt das Essen miteinander, wenn ihr zusammen das Abendmahl feiert. 34Wer hungrig ist, soll vorher zu Hause etwas essen; sonst bringt euch dieses Mahl nicht Gottes Segen, sondern seine Strafe. Alles andere werde ich regeln, wenn ich bei euch bin.

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In der damaligen Kirche in Korinth ging es wirklich ziemlich heiß her. Die Leute feierten das Abendmahl nicht so, wie wir es vielleicht heute aus der Gemeinde oder Kirche kennen. Nein, sie betranken sich dabei mit dem Wein. Jeder brachte sich selbst sein Essen mit, sodass die besser verdienenden Leute Essen und Trinken fürs Abendmahl hatten und die Armen nicht. Paulus findet hierzu ganz klare Worte! Was Paulus jedoch am allermeisten stört, ist der Fakt, dass die Menschen in Korinth das Abendmahl so feiern, als würden sie einfach unter guten Freunden zum Abendessen zusammenkommen. Sie denken in keinem Moment daran, dass sie mit diesem Abendmahl eigentlich an den Tod Jesu Christi für sie am Kreuz gedenken sollten! "Darum wird jeder, der gedankenlos und leichtfertig von diesem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, schuldig am Leib und am Blut unseres Herrn. Jeder soll sich also prüfen und erst dann von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon nimmt, ohne zu bedenken, dass es hier um den Leib von Christus geht, der liefert sich selbst dem Gericht Gottes aus." (V. 27-29)

Die Korinther unterscheiden das Heilige nicht mehr vom Unheiligen. Sie haben ihren Respekt gegenüber dem heiligen Gott verloren. Sie genießen die Feste und Zusammenkünfte der Gemeinde, vergessen aber, wegen wem sie eigentlich versammelt sind: Wegen Gott selbst und nicht ihrer selbst wegen! Wage ich den Blick in mein eigenes Herz oder in meine eigene Kirche und frage mal ganz ehrlich, ob es da so anders läuft? Vielleicht brauchen unsere Herzen, Kirchen und Gemeinden auch immer wieder oder vielleicht zum ersten Mal solch eine Erinnerung und eindringliche Warnung, dass wir nicht zu unserem eigenen Entertainment Gottesdienste feiern ...