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Impuls

Worauf Es Ankommt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Römer

Kapitel 14, Vers 1–​12

EINANDER ANNEHMEN

1Nehmt auch den ohne Vorbehalte an, dessen Glaube schwach ist und der meint, bestimmte Speisevorschriften befolgen zu müssen. Verwirrt ihn nicht noch dadurch, dass ihr über unterschiedliche Ansichten streitet. 2So essen die einen guten Gewissens alles, während andere glauben, kein Fleisch essen zu dürfen. 3Niemand sollte deswegen auf die verächtlich herabschauen, die bestimmte Speisen meiden. Diese wiederum dürfen niemanden verurteilen, weil er alles isst. Denn Gott hat jeden Einzelnen von ihnen in seine Gemeinschaft aufgenommen. 4Du bist nicht der Herr des anderen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn. 5Für manche Leute sind bestimmte Tage von besonderer Bedeutung. Für andere wieder sind alle Tage gleich. Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann. 6Wer nämlich bestimmte Tage als heilig achtet, der will damit Gott, den Herrn, ehren. Und wer alles ohne Unterschied isst, der ehrt Gott auch, denn im Gebet dankt er ihm für das Essen. Meidet aber jemand bestimmte Speisen, dann tut er es aus Liebe zu Gott, und auch er dankt Gott im Gebet und erweist ihm dadurch die Ehre. 7Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst. 8Leben wir, dann leben wir für den Herrn, und sterben wir, dann sterben wir für den Herrn. Ganz gleich also, ob wir leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn. 9Denn Christus ist gestorben und zu neuem Leben auferstanden, um der Herr der Toten und der Lebenden zu sein. 10Mit welchem Recht verurteilst du also einen anderen Christen? Und warum schaust du auf ihn herab, nur weil er sich anders verhält? Wir werden alle einmal vor Gott stehen, und er wird über uns urteilen. 11Denn in der Heiligen Schrift steht: »So wahr ich lebe, spricht der Herr: Vor mir werden alle niederknien, und alle werden bekennen, dass ich der Herr bin!« 12Jeder von uns wird also für sich selbst Rechenschaft vor Gott ablegen müssen.

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Paulus setzt die Prioritäten wieder richtig. Gott ist und bleibt der Richter. Nicht wir selbst! Bei den Empfängern des Römerbriefes waren es damals Streitigkeiten darüber, was man als Christ essen sollte und was nicht. Einige Christen waren davon überzeugt, dass sie bestimmte Speisen nicht zu sich nehmen dürften. Und sie taten das, weil sie Gott liebten und von dieser Einstellung von Herzen überzeugt waren. Andere der damaligen Christen respektierten diese Einstellung zum Essen nicht, weil sie selbst die Erkenntnis von Gott hatten, als Christen alles essen zu dürfen. Und so provozierten diese jene, die es mit dem Essen strenger sahen, indem sie vor ihnen die für jene verbotenen Dinge aßen. Ein Verhalten, welches Paulus abstraft und zu welchem er folgendes Statement abgibt: „Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.“ (Vers 5b) Hauptsache ist, eine Person liebt Jesus! Und wenn dieser Mensch aus voller Überzeugung bestimmte Dinge nicht isst, weil er oder sie Jesus liebt, dann ist das zu akzeptieren. Und wenn jemand aus voller Überzeugung bestimmte Dinge eben doch isst, weil er oder sie Jesus liebt, ist das ebenso zu akzeptieren.

Ein Prinzip, welches wir auch sehr gut auf unser heutiges Leben übertragen können. Es geht um die Motivation hinter dem Verhalten. So ist es auch bei anderen Fragen, über die es heute noch einige Diskussionen innerhalb der Kirche gibt, wie bspw. die Frage „Dürfen Frauen predigen?“ oder „Gibt es heute noch alle Gaben des Heiligen Geistes?“ Egal, wie auch immer ein Christ zu solchen Fragen steht, sollten wir seine Meinung respektieren, wenn diese Person aus Liebe und Nachfolge zu Jesus so handelt. Denn Gott sieht wie immer das Herz an. Und nur darum geht's wirklich! Natürlich dürfen wir miteinander diskutieren und uns auch auf vermeintliche Verständnisfehler der Bibel hinweisen. Dabei soll es jedoch nicht darum gehen, wer jetzt der bessere Christ sei oder wer recht hat. Vielmehr soll es darum gehen, GEMEINSAM im Glauben zu wachsen. GEMEINSAM voranzugehen. Und dabei nicht andere Menschen einfach lieblos auf der Strecke zu lassen, nur weil sie nicht mit allem übereinstimmen, was du aus der Bibel heraus verstehst.