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Wer ist mir ein Vorbild?

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Identität

Lukas

Kapitel 20, Vers 45–​47

DIE HEUCHELEI DER SCHRIFTGELEHRTEN

45Vor allen Leuten, die sich um sie versammelt hatten, forderte Jesus seine Jünger auf: 46»Hütet euch vor den Schriftgelehrten! Sie laufen gern in langen Gewändern herum, und es gefällt ihnen, wenn die Leute sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßen. In der Synagoge sitzen sie am liebsten in der ersten Reihe, und bei den Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen. 47Gierig reißen sie den Besitz der Witwen an sich, und ihre langen Gebete sollen bei den Leuten Eindruck schinden. Gottes Strafe wird sie besonders hart treffen.«

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Der letzte Satz bleibt hängen: "Gottes Strafe wird sie besonders hart treffen." Wer ist hier gemeint? Direkt am Anfang werden die sogenannten "Schriftgelehrten" genannt. Nun gut, das sind Personen, die sich im Glauben eigentlich auskennen sollten, oder? So was wie heutige Pastoren oder Pastorinnen? Auf jeden Fall macht die hier angesprochene Personengruppe einiges falsch, wenn Jesus über sie solch ein vernichtendes Urteil spricht.

In den heutigen Versen wird deutlich, weshalb die Jünger einen großen Bogen um diese "Schriftgelehrten" machen sollen. Statt geistliche Vorbilder – echte Schriftgelehrte – zu sein, leben sie egozentrisch und suchen nur ihren eigenen Vorteil. Interessanterweise wurde mir ein solches Verhalten immer wieder suggeriert: "Kümmere dich um deine Wünsche, deine Ziele und deine Prioritäten und stell diese über alles andere, dann wirst du erfolgreich sein."

Solch eine selbstbezogene Lebensart wird hier von Jesus rigoros abgestempelt. Einem Menschen, der nur sich selbst im Blick hat und sich dann auch noch an anderen bereichert (z. B. an armen Witwen), kann niemals als gutes Vorbild dienen. Egal, wie lange, gut formuliert und geistlich seine Gebete klingen. Wir sollten also ganz genau aufpassen, welche Lebensweise wir uns zum Vorbild nehmen.

Jesus würde uns mit diesem Text vermutlich Folgendes raten: Lebe ein Leben der Fürsorge für andere Menschen und drehe dich nicht so viel um dich selbst.