Markus
Kapitel 4, Vers 13–20
JESUS ERKLÄRT DAS GLEICHNIS
13Dann sagte er zu seinen Jüngern: »Ihr versteht schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen begreifen? 14Was der Bauer im Gleichnis aussät, ist die Botschaft Gottes. 15Die Menschen, bei denen die Saatkörner auf den Weg fallen, haben die Botschaft zwar gehört. Aber dann kommt der Satan und nimmt alles wieder weg, was in ihr Herz gesät war. 16Andere Menschen wiederum sind wie der felsige Boden, auf den die Körner fallen: Sie hören die Botschaft und nehmen sie sofort mit Begeisterung an. 17Aber ihr Glaube hat keine starken Wurzeln und deshalb keinen Bestand. Wenn solche Menschen wegen ihres Glaubens in Schwierigkeiten geraten oder gar verfolgt werden, wenden sie sich gleich wieder davon ab. 18Noch andere Menschen gleichen dem von Dornengestrüpp überwucherten Boden: Sie hören die Botschaft zwar, 19doch dann kommen die Sorgen des Alltags, die Verlockungen des Reichtums und die Gier nach all den Dingen dieses Lebens und ersticken Gottes Botschaft, so dass keine Frucht daraus entstehen kann. 20Aber dann gibt es auch Menschen, die wie der fruchtbare Boden sind, auf den die Saatkörner fallen: Sie hören Gottes Botschaft, nehmen sie an und bringen Frucht, dreißig-, sechzig- oder hundertfach.«
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Weitere Infos →Jesus macht deutlich: Das Wort Gottes, die Bibel, hat unterschiedliche Wirkungen. Nur weil jemand die Bibel liest oder Jesus zuhört, passiert nicht gleich die Lebensveränderung. Die Bibel einfach mal aufzuschlagen, ist kein "magischer Trick", um wieder Ordnung ins eigene Leben zu bringen. So etwas zu erwarten, kann nur zu Enttäuschung führen. Denn das Wort Gottes fällt auf ganz unterschiedliche Böden, ja, in ganz unterschiedliche Herzen, wie Jesus es in diesem Gleichnis deutlich macht. Wir finden hier ein paar Hindernisse dafür, dass das Wort Gottes unser Herz verändert. Und folgende Gefahren sollten wir uns merken:
- Der Teufel selbst klaut dir mit seinen Lügen die Wahrheit des Wortes Gottes (vgl. V. 15).
- Die Probleme des Lebens möchtest du dann doch lieber selbst und ohne Gott bewältigen. Du könntest es ja selbst viel besser tun (vgl. V. 17).
- Das Leben ohne Gott erscheint schöner als das mit ihm. Du willst nicht von Gott eingeengt werden (vgl. V. 19).
Vielleicht erkennst du hier ein Muster wieder, welches du auch in deinem eigenen Herzen entdeckst. Ich glaube, wir alle erkennen mindestens eines davon ab und an in unserem eigenen Leben. Die Gefahr ist erkannt. Doch es ist nie zu spät, Gott um ein verändertes Herz zu bitten. Ein Herz mit einem Hunger nach Gottes Wort, welches am Ende hundertfache Frucht bringt (vgl. V. 20).